Ein Blick in den Besucherzähler verrät mir, dass immer mehr Leute mit der Suchanfrage „Textbilder“ hier landen. Google hat sie auf den Beitrag „Experten in der Text-Bild-Schere“ in diesem Blog verwiesen. Ich weiß zwar nicht, was diese Internetsurfer tatsächlich wollen, aber vielleicht wären sie bei Wordle, einem auf Java basierendem Tool zum Erstellen von Word-Clouds aus eingespeisten Texten, besser aufgehoben.
Diese Online-Anwendung muss man nicht mehr extra anpreisen, die Ergebnisse kann man auf allen möglichen Websites besichtigen. Aber ich kann aus Schreibersicht noch auf einen Mehrwert der grafischen Darstellung von Worthäufigkeit hinweisen: Sie hilft dabei, schlechtem Stil und dem Sprachmüll, den man beim Schreiben produziert, selbst auf die Schliche zu kommen, etwa Doppelungen von Ausdrücken und Satzkonstruktionen. Wenn man einen Text geschrieben hat, glaubt man vielleicht, etwas Stichhaltiges zu einem Thema gesagt zu haben, aber die Wortwolke enthüllt, dass er, abgesehen von häufigen Artikeln und Pronomen (die Wordle in der Standardeinstellung nicht erfasst), auch aus einer Vielzahl von Füllwörtern besteht – aus potenziell überflüssigem Ballast wie „gewissermaßen“, „eigentlich“ und „sozusagen“. Weg damit!
Obiges Textbild ist ein Ausschnitt aus einer grafischen Wiedergabe dieses Beitrags. Das Wort „vielleicht“ verwende ich vielleicht zu häufig.




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