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Dienstag, 20. Januar 2009, Kategorie: Medien, Praxis.

Das „Unwort des Jahres 2008“ ist gewählt, es lautet „notleidende Banken“, wie man in tausend und einer Meldung lesen kann. Was wahrscheinlich die wenigsten wissen: Dieser Ausdruck stellt die Redaktionen deutscher Zeitungen, die sich trotz Sparprogramm noch eine verbindliche Hausschreibweise oder gar Korrektoren leisten, vor ein kleines Problem. Denn laut „Duden“ ist gemäß der neuen Rechtschreibung die Zusammenschreibung von „notleidend“ zwar nicht falsch, dennoch wird die Getrenntschreibung empfohlen – „Not leidende Banken“ müsste es demnach heißen. Unzählige Chefs vom Dienst, Textchefs, Redakteure und Lektoren sitzen gerade im ganzen Land am Telefon und erörtern: „Wie wollen wir es machen – wie das gelbe Buch oder wie die Unwort-Jury?“



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Zu diesem Beitrag gibt es 2 Kommentare

  1. B. Berger
    Posted Dienstag, 20. Januar 2009 at 15:04 Uhr | Permalink

    Aber wie steigert man es? „Noch Not leidender als die Banken ist der hochverschuldete Staat“? Oder der „hoch verschuldete“ – denn schließlich gibt es auch noch „höher
    verschuldete“ als den unsrigen.
    Auch die „Rechtschreibreform“ war schon mal Unwort des Jahres, ein Unding ist sie immer noch.

  2. rp
    Posted Dienstag, 20. Januar 2009 at 15:46 Uhr | Permalink

    Ich würde einfach eine andere Formulierung wählen: „Noch größere Not als die Banken leidet der hoch verschuldete Staat“ – tatsächlich empfiehlt der Duden bei Letzterem die Getrenntschreibung.
    Wenn man sich z. B. innerhalb eines Verlages darauf einigt, nur die gelb markierten Duden-Empfehlungen zu verwenden, kann man mit der reformierten Rechtschreibung einigermaßen pragmatisch umgehen. Schulkind möchte ich zurzeit trotzdem nicht sein.

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  1. Posted Dienstag, 20. Januar 2009 at 20:43 Uhr | Permalink

    […] Einen Not leidenden Aspekt am Unwort hat noch rp entdeckt, da zwei Schreibweisen zulässig sind. Tatsächlich ist das Verhältnis der […]

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