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Freitag, 20. März 2009, Kategorie: Praxis.

Ich war auf der Suche, ob ich irgendwo im Netz eine Version von Tom Wolfes Surfer-Story „Pump House Gang“ abgreifen kann, meine Fotokopien des Textes sind in Strömen von Papier spurlos verschwunden. Leider war auch online nichts zu finden. Stattdessen entdeckte ich eine „New York Times“-Rezension von 1968, in der der Kritiker C. D. B. Bryan mal eben Stil und Zeichensetzung des New-Journalism-Wegbereiters Wolfe aufgreift – um diesen vorzuführen.

Now, Tom Wolfe has published two books the same day. Two books:::::―heeeeeewack―The same day!!!!!

Die grafische Inszenierung des eigenen Schreibens durch rein performative Zeichen betrieb Jahrzehnte zuvor auch Friedrich Nietzsche.

In Nietzsches Büchern, etwa in „Genealogie der Moral“, finden sich Gedankenstriche en masse, die veränderte Laufweite der Typografie dient vielfach zur Hervorhebung von Wörtern, und ein Autor hat auf die unorthodoxe Verwendung von Anführungszeichen durch den Philosophen hingewiesen. Doppelte Anführungszeichen habe dieser offenbar als „Löwentatzen“ betrachtet. Ein Mittel, um den Leser, den Nietzsche sich als „Wiederkäuer“ wünschte, durch brüllende Raubtier-Typo in Angst und Schrecken zu versetzen? Die Kopie des Aufsatzes, in dem das nachzulesen ist, ist leider in Strömen von Papier …



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