Von den YouTube-Gadgets, die man im Netz findet, bereitet mir der YouTube Doubler gerade Freude. Das Prinzip ist einfach: Zwei Videos des Portals, deren Urls man eingibt, starten und laufen gleichzeitig. Die Anwendung ist in der Beta-Version – was ich dann merkte, als der Windows Live Writer, mit dem ich die Blog-Beiträge schreibe, nach dem Einsetzen des Codes für die Embedding-Funktion durchdrehte und eine Fehlermeldung servierte. Der gute alte WLW ist halt nicht nur schwerfällig, sondern auch dünnhäutig.
Was nun folgt, ist die Wiederaufführung eines der größten Kulturkämpfe des 20. Jahrhunderts als Video-Mashup: Pepsi versus Coca-Cola, bekannt geworden unter dem Titel „Cola wars“.
Wer den Konkurrenzkampf im Loop sehen will, kann das auf der YouTube-Doubler-Website.
Kurz zur Geschichte: PepsiCo. versuchte in den 60er-Jahren gegen den Marktführer Coca-Cola mit einer Werbekampagne zu punkten, die an den Bewegungsdrang und die Freiheitsgefühle der Jugend appellierte, um die Baby-Boom-Generation als „Pepsi Generation“ an ihre Limonade zu binden.
Der Konkurrent setzte dagegen weiterhin auf traditionelle Werte: „The pause that refreshes“, nach erledigter Arbeit gönnt sich der hart arbeitende Amerikaner einen Schluck koffeinhaltiger Brause – um dann von Neuem ans Werk zu gehen. Im Spot (rechts) verkörpert von der Stewardess Mary Ann Lynch, die keine Flausen im Kopf hat wie das Baby-Boom-Pärchen in der Pepsi-Werbung (links), das auf dem Roller durch die Landschaft schießt.
Lesetipp:
Mehr zu den „Cola wars“ und zum Flirt von Kommerz, Jugendkultur und Gegenkultur seit den 60ern: Thomas Frank: „The Conquest of Cool: Business Culture, Counterculture, and the Rise of Hip Consumerism“, University of Chicago Press, 1997.




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