Was halten sunnitische Islamisten von Barack Obama, worüber tauschen sich Befürworter des arabischen Terrorismus in ihren Internet-Foren aus, was tut sich an der Führungsspitze von al-Qaida? Um solche Fragen geht es in der Website Jihadica, die von einer internationalen Gruppe von Autoren als Dschihad-Watchblog geführt wird. Ich bin darauf bei meiner Suche nach arabischen Reaktionen auf die Kairo-Rede des US-Präsidenten gestoßen.
So beschreiben die Blogautoren ihr Projekt:
Jihadica is a clearinghouse for materials related to militant, transnational Sunni Islamism, commonly known as Jihadism. At the moment, much of this material is diffuse, known only to a few specialists, and inaccessible to the public and policymakers unless they pay a fee. Jihadica provides this material for free and keeps a daily record of its dissemination that can be easily searched and studied. These records are accompanied by the expert commentary of people who have the requisite language training to understand the primary source material and advanced degrees in relevant fields.
Der Gründer des Blogs, William McCants, forscht als Fellow im Combating Terrorism Center der US-Militärakademie West Point, eine Reihe weiterer Beteiligter am Norwegian Defence Research Establishment (FFI).
Man wird auf Jihadica natürlich nicht auf streng geheime Informationen stoßen, aber als Ergänzung zur Nachrichten-Lektüre ist das Blog sehr interessant. Die Möglichkeit, Nebenprodukte der eigenen Forschung ins Netz zu stellen und mit Kommentatoren zu diskutieren, ist ohnehin etwas, an das sich in Deutschland noch zu wenige heranwagen.
Mehr über Jihadica und den Gründer McCants in einem Telepolis-Artikel von 2008: „Wie kommt man ins Maul des Drachen?“




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