Die Kulturkritik hat recht: Katzencontent killte das Abendland

In den sozialen Netzwerken des Web 2.0 könne man den Untergang des Abendlandes verfolgen. Heißt es von Kulturkritikern. Auf Twitter etwa werde der Journalismus, der doch unseren Staat zu nähren hat, zu Finger-Food verarbeitet. Die Menschlichkeit leide ebenfalls: Wird er Zeuge eines Unfalls, denkt der Blogger eher an eine bequeme Sitzgelegenheit mit guter Sicht und ausreichend Popcorn als daran, Hilfe zu leisten. Schlimm stehe es auch um den deutschen Mann. War der in Opas Jugendtagen noch berüchtigt berühmt dafür, knapp und sachlich im Ausdruck zu sein („Panzergruppe Todmöller, angrrrrreifen!“), hat er sich mittlerweile auf Facebook in eine Klatschtante verwandelt. Mit Elvis fing die Verwestlichung an, durchs Internet ist jetzt die ganze Nation verweichlicht. [Weiterlesen…]

James Nachtwey in Afghanistan

Der Kriegsfotograf James Nachtwey hat in diesem Jahr Afghanistan besucht. In dem Video „Afghanistan: sorrow beyond words“ ist als Audio-Slideshow eine Auswahl von Fotografien zu sehen, die er dort im Auftrag des International Committee of the Red Cross (ICRC) geschossen hat. Darunter: Bilder von Insassen des berüchtigten Gefängnisses Pul-i-Chakri, von Geisteskranken in einer Anstalt und Verletzten (Kriegsopfern?), die in einem Rehazentrum des Roten Kreuzes behandelt werden. [Weiterlesen…]