Praxis
Das Geschlecht von Blog (und die Rache des Internets)
Wenn ich beruflich die Texte anderer verarzte, sorge ich dafür, dass diese in der Internet-Gemeinde nicht zu Verärgerung führen können. Ach ja, „Internet-Gemeinde“ gehört zu den Ausdrücken, die ich den Autoren oder Redakteuren auszureden versuche. Keine Diskussionen gibt es bei dem Genus des Substantivs „Blog“: Das ist ein Neutrum, man sagt oder schreibt „das Blog“, so habe ich es online gelernt – obwohl der Duden bei Blog neben dem dominanten sächlichen Geschlecht auch das männliche erlaubt.
Alternative zum Rivva-Bookmarklet gesucht
Ein nützliches Feature von Rivva war das Bookmarklet. Mit dem konnte man bei einem beliebigen Artikel im Netz feststellen, ob er vom Bot des News-Aggregators indiziert wurde und welche Blogs oder Tweets darauf verwiesen. Bei der Recherche hatte ich es ständig im Einsatz. Jetzt ist eine Alternative gefragt.
Allein unter Werbern und Zombies – Twitter-Account wiederbelebt
In eigener Sache: Mikrotexte, mein Twitter-Account, ist wieder in Betrieb. Nützlich: ein PHP-Skript, mit dem man Tweets im Blog anzeigen kann, ohne ein WordPress-Plugin zu benötigen.
Jacques Lacan über den Tod
Ein leidenschaftlicher Vortrag von Jacques Lacan (1901–1981). Die Gestik beeindruckt, die Redepausen sind dramatisch, ja groß genug, dass sich darin die Subjektivität des in Seminarräumen geisteswissenschaftlicher Fakultäten übel beleumundeten bürgerlichen Individuums westlicher Herkunft in Konfetti verwandeln könnte.
Die Auszeit ist aus, weiter im Text
Treue Texts-for-Robots-Leser harren am RSS-Feed-Reader (Vorkriegsmodell) aus, obwohl der schon seit Monaten nichts mehr geliefert hat: Genau so hatte ich mir das vorgestellt. Zum Blog-Relaunch.
Ein Leben ohne Google
Ein Leben ohne Google? Das ist vielleicht nur noch als Gated Community in einem streng bewachten Lager möglich. Die Satire von The Onion spielt auf das schlechte Image an, das der Suchmaschinen-Konzern bei Datenschützern mittlerweile hat. Wenn man manchen Google-Kritikern in ihrer … »»
Google-Blues: Wo bleibt der Long-Tail-Effekt?
Vergangenen Dezember fiel mir auf, dass der von Google erzeugte Traffic auf meinem Blog einen neuen Tiefststand erreicht hatte. Meine Vermutung damals: Das ist eine erste Auswirkung der personalisierten Suche, die Google ungefragt als Standard für jeden Nutzer eingeführt hat und ihm … »»
Online lesen mit Readability
Ich lese tatsächlich längere Artikel online. Auch wenn das gegen den Trend geht, wenn man diversen Studien glauben möchte. Die Abneigung vieler gegen Online-Lektüre liegt aber nicht nur an der mentalen Verwahrlosung einer Generation von Internet-Streunern mit Konzentrationsstörungen – sondern an der Gestaltung … »»
Mikrotexte, Selbstvertextung, Ich-Mikroben
Wie viele elektronische Ich-Mikroben soll man sein? Foto: Malik ML Williams (cc) Nach den ersten drei Tweets wusste ich schon: Twitter ist genau mein Medium. Die Beschränkung auf 140 Zeichen verpflichtet auf Präzision; die Schnelligkeit und Bruchstückhaftigkeit kommt der Weise entgegen, wie … »»
Neologismen und sprachliche Neonreklame
Ich bin kein Freund von Neologismen, auf Deutsch: Wortneuschöpfungen, in journalistischen Texten. Wenn ich in der Redaktion an Artikeln anderer sitze, dann versuche ich oft, die Autoren zur Änderung zu bewegen. Ich weiß sehr wohl, dass Neubildungen eine Antwort auf das Problem … »»
