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	<title>Texts for Robots &#187; Praxis</title>
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	<description>Ein Blog zu Pop und Politik, Medien und Netzkultur aus Berlin (rpzine.de)</description>
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		<title>Das Geschlecht von Blog (und die Rache des Internets)</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Aug 2011 11:32:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rp</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wenn ich beruflich die Texte anderer verarzte, sorge ich daf&#252;r, dass diese in der Internet-Gemeinde nicht zu Ver&#228;rgerung f&#252;hren k&#246;nnen. Ach ja, "Internet-Gemeinde" geh&#246;rt zu den Ausdr&#252;cken, die ich den Autoren oder Redakteuren auszureden versuche. Keine Diskussionen gibt es bei dem Genus des Substantivs "Blog": Das ist ein Neutrum, man sagt oder schreibt "das Blog", so habe ich es online gelernt – obwohl der Duden bei Blog neben dem dominanten s&#228;chlichen Geschlecht auch das m&#228;nnliche erlaubt.
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</ul>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wenn ich beruflich die Texte</strong> anderer verarzte, sorge ich daf&uuml;r, dass diese in der Internet-Gemeinde nicht zu Ver&auml;rgerung f&uuml;hren k&ouml;nnen. Ach ja, &#8222;Internet-Gemeinde&#8220; geh&ouml;rt zu den Ausdr&uuml;cken, die ich den Autoren oder Redakteuren auszureden versuche. Keine Diskussionen gibt es bei dem Genus des Substantivs &#8222;Blog&#8220;: Das ist ein Neutrum, man sagt oder schreibt &#8222;<em>das</em> Blog&#8220;, so habe ich es online gelernt &ndash; obwohl der Duden bei <a title="&quot;Blog, das oder der&quot; (Duden.de)" href="http://www.duden.de/rechtschreibung/Blog">Blog</a> neben dem dominanten s&auml;chlichen Geschlecht auch das m&auml;nnliche erlaubt.</p>
<p>Verst&ouml;&szlig;e gegen die im Netz geltenden Sprachregelungen unterlaufen nicht nur den Print-Medien. Vor einigen Monaten durfte ich einem Online-Projekt zur Seite stehen, in dem ebenfalls auf einmal von &#8222;<em>der</em> Blog&#8220; die Rede war. Von Panik erfasst, musste ich meine Mitstreiter &uuml;ber die m&ouml;glichen Folgen ihrer Ignoranz aufkl&auml;ren: Denial-of-Service-Attacken, anr&uuml;chige Bearbeitungen ihrer Portr&auml;tfotos in Imageboards wie 4Chan, Shitstorms bis hin zur Verbreitung des Ger&uuml;chts, sie h&auml;tten K&auml;tzchen grob behandelt (ein Todesurteil in Sachen Netz-Reputation) &ndash; die <strong>Rache des Internets</strong> kann f&uuml;rchterlich sein, mahnte ich. Vermutlich wachen sie heute noch aus Albtr&auml;umen auf, in denen ihnen ein Oberlehrer mit Guy-Fawkes-Maske den Hintern mit einem Duden versohlt.</p>
<p>Nun bin ich im Zweifel, ob meine Warnung nicht &uuml;bertrieben war. Gestern musste ich im Sprachlog von Anatol Stefanowitsch lesen, das <strong>m&auml;nnliche Geschlecht von Blog</strong> habe sich im Gebrauch durchgesetzt, und das nicht nicht nur gedruckt auf Papier, sondern auch in WordPress-Foren: &#8222;<em>Der </em>Blog ist die dominante Form, nur eine Minderheit der deutschen Sprachgemeinschaft bevorzugt <em>das </em>Blog&#8220;, schreibt der Sprachwissenschaftler (<a href="http://www.scilogs.de/wblogs/blog/sprachlog/sprachgebrauch/2011-08-25/das-blog-ist-tot-es-lebe-der-blog">&#8222;Das Blog ist tot, es lebe der Blog&#8220;</a>). Ist der Fall damit entschieden? Ich denke nicht. Widerstand wird laut, erste <a title="&quot;Es hei&#223;t DAS Blog&quot; (Schockwellenreiter)" href="http://www.schockwellenreiter.de/blog/2011/08/25/es-heist-das-blog/">Trotzreaktionen</a> auf diesen Artikel stehen schon im Netz. Es m&ouml;gen nur wenige sein&#160;&#8230; aber vergessen und vergeben werden sie niemals.</p>
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</ul></p>]]></content:encoded>
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		<title>Alternative zum Rivva-Bookmarklet gesucht</title>
		<link>http://rpzine.de/2011/02/alternative-zum-rivva-bookmarklet-gesucht/</link>
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		<pubDate>Wed, 09 Feb 2011 13:03:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Praxis]]></category>
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		<category><![CDATA[Tool]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein n&#252;tzliches Feature von Rivva war das Bookmarklet. Mit dem konnte man bei einem beliebigen Artikel im Netz feststellen, ob er vom Bot des News-Aggregators indiziert wurde und welche Blogs oder Tweets darauf verwiesen. Bei der Recherche hatte ich es st&#228;ndig im Einsatz. Jetzt ist eine Alternative gefragt.
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</ul>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Top-News auf der Startseite von Rivva</strong> waren manchmal alles andere als top. Das schrieb ich auch im <a title="&quot;Rivva zum Abschied&quot; (rpzine.de)" href="http://rpzine.de/2011/02/rivva-zum-abschied/">&#8222;Nachruf&#8220;</a> auf den Aggregator, der jetzt sein Ende gefunden hat. Aber ein n&uuml;tzliches Feature der Website, das ich jetzt schon vermisse, war das Bookmarklet. Mit dem konnte man bei einem beliebigen Artikel im Internet feststellen, ob er vom Rivva-Bot indiziert wurde und, wenn ja, welche Blog-Texte oder Tweets darauf verwiesen. Mit einem Klick auf den Button in der Browser-Men&uuml;leiste bekam man eine &Uuml;bersicht &uuml;ber die aktuelle Diskussion, soweit sie vom Crawler erfasst worden war. Ich hatte das Bookmarklet bei der <strong>Recherche</strong> im Internet st&auml;ndig im Einsatz.</p>
<p>Als Ersatz daf&uuml;r fiel mir <a href="http://tbuzz.arc90.com/">TBuzz</a> ein, ein 2009 gestartetes Projekt des Unternehmens Arc90, das auch das popul&auml;re Tool <a title="Tool-Empfehlung: &quot;Online lesen mit Readability&quot; (rpzine.de)" href="http://rpzine.de/2009/11/online-lesen-mit-readability-tool/">Readability</a> entworfen hat. <strong>TBuzz</strong> ist allerdings auf Twitter-Reaktionen beschr&auml;nkt. Und bei einem Test zeigte sich, dass der Bot nur unzureichend indiziert. Dabei stehen englischsprachige Angebote und etablierte internationale Nachrichten-Portale im Vordergrund. Selbst Reaktionen auf manche deutsche Blogs mit gro&szlig;er Reichweite werden nicht angezeigt. Oder man erh&auml;lt nur eine sehr kleine Auswahl. <em>Empfehlen kann ich das Tool als Alternative zum Rivva-Bookmarklet daher nicht.</em></p>
<p>Die <strong>Suche </strong>nach einer L&ouml;sung geht weiter&#160;&#8230;</p>
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</ul></p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Allein unter Werbern und Zombies&#160;&#8211; Twitter-Account wiederbelebt</title>
		<link>http://rpzine.de/2011/01/allein-unter-werbern-und-zombies-twitter-account-wiederbelebt/</link>
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		<pubDate>Tue, 18 Jan 2011 12:55:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rp</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In eigener Sache: Mikrotexte, mein Twitter-Account, ist wieder in Betrieb. N&#252;tzlich: ein PHP-Skript, mit dem man Tweets im Blog anzeigen kann, ohne ein WordPress-Plugin zu ben&#246;tigen.
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</ul>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>W&auml;hrend meiner Social-Media-Pause 2010</strong> hatte ich auch meinen Twitter-Account <a href="http://twitter.com/Mikrotexte">Mikrotexte</a> f&uuml;r Monate einschlafen lassen. So etwas ist sehr erholsam, ich kann es nur empfehlen. Insbesondere wenn man im selbst gemachten Strom steckt, aber eigentlich die Taktik &auml;ndern, anderes thematisieren m&ouml;chte.</p>
<p>Als ich mich im vorigen November, zum Blog-Relaunch, wieder im Account umsah, erwartete ich leere R&auml;nge. Die &Uuml;berraschung: Ann&auml;hernd 100 Follower fand ich vor, etwa so viele, wie ich zur&uuml;ckgelassen hatte. Bei genauerer Untersuchung, wer mir da so folgt, stellte sich jedoch heraus: Es ist eine Geisterbahn, viele von mir gesch&auml;tzte Tweet-Tipper waren ebenfalls zu Untoten geworden, andere hatten sich tats&auml;chlich von mir verabschiedet und waren nach und nach durch PR-Leute ersetzt worden, die Plage sozialer Netzwerke. <strong>Werber und Zombies</strong>: eine Idee f&uuml;r den n&auml;chsten Horrorfilm von George A. Romero?</p>
<p>Mittlerweile bin ich wieder munter am Tweet-Schreiben und&#160;&#8211;Lesen. Wenn man den richtigen Leuten folgt (und sich trotzdem zu beschr&auml;nken wei&szlig;), ist Twitter als Informationsquelle nach wie vor un&uuml;bertroffen. Nur zu viel <strong>Eigenwerbung</strong> weckt falsche Erwartungen und macht letztlich schlechte Laune. Auf Mikrotexte verlinke ich deshalb nicht jede Kleinigkeit, die ich auf Texts for Robots poste.</p>
<h4>Tweets ohne Plugin auf WordPress-Seite anzeigen</h4>
<p>Meine aktuellen Tweets wollte ich nun auch im Blog anzeigen. Da ich zu viel Clutter in der Seitenleiste h&auml;sslich finde, habe ich daf&uuml;r ein eigenes <a title="Mikrotexte: Updates auf Twitter" href="http://rpzine.de/mikrotexte/">Seiten-Template</a> angelegt. Diese Funktion in einer WordPress-Seite aufzurufen geht &uuml;brigens auch <strong>ohne Plugin</strong> oder monstr&ouml;ses eingebundenes Widget. Nach langem Suchen und Ausprobieren von allerlei Schrott-Codes&#160;&#8211; &#8222;tricks and hacks&#8220;, die nichts anderes bewirken, als die Website in St&uuml;cke zu hacken&#160;&#8211; bin ich auf ein brauchbares PHP-Skript inklusive Anleitung zur Installation gesto&szlig;en: <a title="&quot;Display latest tweet with PHP&quot;" href="http://www.crearedesign.co.uk/blog/videos/display-latest-tweet.html">&#8222;Display latest tweet with PHP&#8220;</a>. Dessen Anwendung ist nat&uuml;rlich nicht nur auf WordPress beschr&auml;nkt.</p>
<p>Es gibt darin zwar noch kleinere <strong>Bugs</strong>, etwa was die Anzeige der seit Ver&ouml;ffentlichung vergangenen Zeit angeht. Und um die Reply-Tweets rauszufiltern, m&uuml;sste man noch ein wenig am Code basteln. Aber alle Links in den Tweets kann man klicken, und so bin ich damit zufrieden. Sollte es ein Update zum Skript geben, werde ich das in einem Nachtrag zu diesem Beitrag schreiben&#160;&#8211; und sicher auch in meinem Twitter-Account <a title="Folge Mikrotexte auf Twitter" href="http://twitter.com/Mikrotexte" target="_blank">Mikrotexte</a> posten.</p>
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</ul></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Jacques Lacan &#252;ber den Tod</title>
		<link>http://rpzine.de/2010/11/jacques-lacan-ueber-den-tod/</link>
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		<pubDate>Sat, 27 Nov 2010 12:10:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rp</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein leidenschaftlicher Vortrag von Jacques Lacan (1901-1981). Die Gestik beeindruckt, die Redepausen sind dramatisch, ja gro&#223; genug, dass sich darin die Subjektivit&#228;t des in Seminarr&#228;umen geisteswissenschaftlicher Fakult&#228;ten &#252;bel beleumundeten b&#252;rgerlichen Individuums westlicher Herkunft in Konfetti verwandeln k&#246;nnte.
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</ul>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/8F4zGG5x6d4?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="385" src="http://www.youtube-nocookie.com/v/8F4zGG5x6d4?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p><strong>Ein leidenschaftlicher Vortrag von Jacques Lacan</strong> (1901&#8211;1981). Die Gestik beeindruckt, die Redepausen sind dramatisch, ja gro&szlig; genug, dass sich darin die Subjektivit&auml;t des in Seminarr&auml;umen geisteswissenschaftlicher Fakult&auml;ten &uuml;bel beleumundeten b&uuml;rgerlichen Individuums westlicher Herkunft in Konfetti verwandeln k&ouml;nnte. Hurra, jetzt bist du erledigt, du Schuft!</p>
<p>Gedruckt auf Papier ist das Werk des Psychoanalytikers schwer zug&auml;nglich, es liegt zum Teil nur in Form von Mitschriften ebensolcher Seminare vor. Der Autor dieses Blogs erinnert sich an Lacan-Lekt&uuml;rekurse im Rahmen seines Kulturwissenschaft-Studiums, an abendliche Treffen im kleinen Kreis, wo Texte des Franzosen mit gro&szlig;er Ausdauer dreisprachig gelesen wurden, neben dem Original in deutscher und englischer &Uuml;bersetzung: Macht endlich mal Sinn! &#8222;Souver&auml;n&#8220; h&auml;tte Lacan-Freund Georges Bataille diese &ouml;konomisch nutzlose Verausgabung von Lebenszeit genannt.</p>
<p>Der Autor dieses Blogs fragt sich, was aus den Leuten, die mit ihm an der Universit&auml;t diese Geheimwissenschaft betrieben, hinterher wurde. Einige von ihnen haben wohl den Tod des Subjekts in der Kommunikation praxisnah im Callcenter-Job erfahren. Andere widmeten sich vielleicht dem bezahlten Schreiben. Was sie von Strukturalismus und Poststrukturalismus in den Berufsalltag mitnahmen, liest man gelegentlich im Feuilleton: dass es da so Zeichen gibt, die irgendwie aufeinanderverweisen, was irgendwie subversiv r&uuml;berkommt. (Oder stammen diese Theorie-Floskeln von Leuten, die von den gern zitierten Klassikern gerade mal den Klappentext studiert haben?)</p>
<p>Um was geht&#8217;s noch mal im obigen <a title="YouTube-Direktlink" href="http://www.youtube.com/watch?v=8F4zGG5x6d4">Video-Schnipsel</a>? Ach ja, um den Tod. Der Glauben daran mache das Leben aushaltbar, meint Lacan. Eine bittere Wahrheit. Doch einer musste sie sagen. Und nun weiter im Text&#160;&#8230;</p>
<p style="text-align: right;">Via <a href="http://fette.tumblr.com/post/1692939201">Fette</a>.</p>
<p class="note">Ein Beitrag von Texts for Robots, Fachblog f&uuml;r letzte Dinge, in der Serie &#8222;Gro&szlig;e M&auml;nner sagen Gro&szlig;es&#8220;. Die vorige Ausgabe liegt lange zur&uuml;ck: Horror-Autor H.&#160;P. Lovecraft war darin zititiert, und zwar zu <a title="&quot;Lovecraft &#252;ber Leben und Tod&quot;" href="http://rpzine.de/2008/11/lovecraft-ueber-leben-und-tod/">&#8222;Leben und Tod&#8220;</a>. Zuvor meldete sich Slavoj Zizek &uuml;ber <a title="&quot;Liebe und Leben nach Zizek&quot;" href="http://rpzine.de/2008/08/liebe-und-leben-nach-zizek/">&#8222;Liebe und Leben&#8220;</a> zu Wort&#160;&#8211; der slowenische Extrem-Panelist macht vor, wie man auch aus der Lacan-Interpretation Vitalit&auml;t ziehen kann.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Die Auszeit ist aus, weiter im Text</title>
		<link>http://rpzine.de/2010/11/die-auszeit-ist-aus-weiter-im-text/</link>
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		<pubDate>Tue, 09 Nov 2010 10:17:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Praxis]]></category>
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		<category><![CDATA[Firefox]]></category>
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		<category><![CDATA[Texts for Robots]]></category>
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		<description><![CDATA[Treue Texts-for-Robots-Leser harren am RSS-Feed-Reader (Vorkriegsmodell) aus, obwohl der schon seit Monaten nichts mehr geliefert hat: Genau so hatte ich mir das vorgestellt. Zum Blog-Relaunch.
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			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-716" title="Rugby School, Senior Boy's Room, 1926" src="http://rpzine.de/wp-content/uploads/2010/11/rugby-school-1926.jpg" alt="Gruppenfoto: Sch&#252;ler einer Rugby-Schule h&#246;ren Radio, 1926" width="500" height="353" /></p>
<p><strong>Treue Texts-for-Robots-Leser harren am RSS-Feed-Reader</strong> (Vorkriegsmodell) aus, obwohl der schon seit Monaten nichts mehr geliefert hat: Genau so hatte ich mir das vorgestellt&#160;&#8230; Mal sehen, wie viele tats&auml;chlich noch die Geduld bewahrt haben.</p>
<p>Im Vorfeld gab es einiges zu tun (<em>Vorsicht: Ab jetzt folgt Tech-Talk!</em>): WordPress auf den neusten Stand zu bringen hatte ich lange Zeit gescheut. Doch das <strong>Update</strong> auf die Version 3.0.1 klappte wider Erwarten schmerzfrei. Ich hatte mich dabei auf das <a href="http://wordpress.org/extend/plugins/wordpress-automatic-upgrade/">Automatic Update Plugin</a> verlassen. Nur mein altes Theme war hinterher an &#8222;fatal errors&#8220; erkrankt, und ich musste rasch f&uuml;r Ersatz sorgen. Erste Wahl war f&uuml;r mich das vorliegende von Justin Tadlock, <a title="Hybrid Child Theme Outline" href="http://themehybrid.com/themes/outline">Outline</a> genannt, das auf dem <a title="Theme Hybrid" href="http://themehybrid.com/">WordPress-Framework Hybrid</a> basiert. Es machte einen stabilen, fehlerfreien Eindruck, die Optionen sind &ndash; im Vergleich zum alten Design &ndash; ordentlich, nur das CSS-Styling hatte ich mir etwas einfacher vorgestellt.</p>
<p>Aufwendiger war allerdings, die <strong>Performance </strong>zu optimieren. Ich hatte schon gelesen, WordPress sei mit den Versionen schwerf&auml;lliger geworden. Nach dem Update musste ich feststellen: Die langen Ladezeiten der Startseite und Artikel sind wirklich nicht auszuhalten.</p>
<p>Die Konsequenz: Ich habe <strong>entr&uuml;mpelt</strong>, was nur ging, Blogger-Folklore wie die <a href="http://rpzine.de/tags/">Schlagwort-Wolke</a> auf eine Extra-Seite verbannt, nutzlosen, aufgebl&auml;hten Unsinn wie die meisten Social-Media-Buttons des Blogs verwiesen, und Funktionen, f&uuml;r die ich sonst Plugins brauchte, hackte ich eigenh&auml;ndig in die daf&uuml;r zust&auml;ndigen Dateien. Mithilfe von <a title="Pingdom Tool Full Page Test" href="http://tools.pingdom.com/fpt/">Pingdom</a> und des <a title="Google Page Speed" href="http://code.google.com/intl/de-DE/speed/page-speed/">Google-Tools Page Speed</a> f&uuml;r das <a title="Firefox-Erweiterung Firebug" href="https://addons.mozilla.org/en-US/firefox/addon/1843/versions/">Firefox-Add-on Firebug</a> konnte ich schlie&szlig;lich noch mehr Bremskl&ouml;tze aufsp&uuml;ren und beseitigen. Mehr als drei Sekunden Ladezeit habe ich somit eingespart&#160;&#8211; ich wei&szlig; nicht, wie viele Stunden Arbeit das gekostet hat. Mit dem fatalen Fehler bin ich als Code-Laie seitdem per Du.</p>
<p>Der Umbau ist noch lange nicht fertig. Die bisherige Struktur aus Kategorien und Seiten m&ouml;chte ich noch &auml;ndern, und viele Bugs fallen einem nat&uuml;rlich erst im Normalbetrieb auf. Aber jetzt ist das Blog wieder vorzeigbar und vor allem benutzbar.</p>
<p><strong>Die Auszeit ist aus, weiter im Text.</strong></p>
<p><strong>Foto:</strong> <a title="Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/nationalarchives/4666150083/">National Archives UK</a> (<a href="http://www.nationalarchives.gov.uk/legal/copyright.htm#flickr">Flickr-Commons</a>)</p>
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</ul></p>]]></content:encoded>
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		<title>Ein Leben ohne Google</title>
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		<pubDate>Tue, 19 Jan 2010 13:47:14 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ein Leben ohne Google? Das ist vielleicht nur noch als Gated Community in einem streng bewachten Lager m&#246;glich. Die Satire von The Onion spielt auf das schlechte Image an, das der Suchmaschinen-Konzern bei Datensch&#252;tzern mittlerweile hat. Wenn man manchen Google-Kritikern in ihrer ... <a href="http://rpzine.de/2010/01/ein-leben-ohne-google/" title="weiter im Text">&#187;&#187;</a>
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</ul>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/lMChO0qNbkY&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;rel=0" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/lMChO0qNbkY&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;rel=0" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p><strong>Ein Leben ohne Google?</strong> Das ist vielleicht nur noch als Gated Community in einem streng bewachten Lager m&ouml;glich. Die <a href="http://www.youtube.com/watch?v=lMChO0qNbkY">Satire</a> von <a href="http://www.youtube.com/user/TheOnion">The Onion</a> spielt auf das schlechte Image an, das der Suchmaschinen-Konzern bei Datensch&uuml;tzern mittlerweile hat. Wenn man manchen Google-Kritikern in ihrer Argumentation folgt, hat man letztlich das <strong>Bild eines totalit&auml;ren Regimes</strong> vor Augen. So fordert etwa die Journalistin Susanne Gaschke in einem Artikel auf <a href="http://www.zeit.de/index">Zeit Online</a>, die demokratische Gesellschaft solle sich gegen den <a href="http://www.zeit.de/2010/03/01-Google?page=all">&#8222;Google-Wahn&#8220;</a> wehren.<span id="more-361"></span></p>
<p>Auch die Autoren der Print&#8209;&bdquo;Spiegel&#8220;-Titelgeschichte (Nr.&#160;2/2010) von vergangener Woche haben alle &Auml;ngste vor dem <strong>&#8222;Ende der Privatheit&#8220;</strong> und der Macht von Google zuverl&auml;ssig bedient (und ebenso zuverl&auml;ssig kam die <a href="http://www.indiskretionehrensache.de/2010/01/der-spiegel-geht-googeln/">Reaktion von Thomas Kn&uuml;wer</a>, der wieder mal die Fortschrittsfeindlichkeit hierzulande anprangerte).</p>
<p><strong>Wie man dem &#8222;Datenkraken&#8220; als Blogger entkommt</strong>, und das unfreiwillig, habe ich vor ein paar Tagen in meinem <a href="http://rpzine.de/2010/01/google-blues-wo-bleibt-der-long-tail-effekt/">&#8222;Google-Blues&#8220;-Artikel</a> geschildert: indem man seine Website m&ouml;glichst unauff&auml;llig, kaum vernetzt und mit wenig Eigenwerbung im Netz platziert&#160;&#8211; das Misserfolgsrezept von Texts for Robots. Vor allem nach einem <a href="http://www.yigg.de/computer-und-technik/google-frisst-die-nische">Yigg-Eintrag</a> kamen netterweise einige Kommentare zu meiner &#8222;Beschwerde&#8220;.</p>
<p>Es kann auch sein, das mancher Profi meine Ahnungslosigkeit, was SEO angeht, um Google-Traffic zu erzeugen, lustig findet. Andererseits sind all die <strong>Guerilla-Taktiken,</strong> von denen man in einschl&auml;gigen Foren und Blogs zur Suchmaschinenoptimierung erf&auml;hrt, kein Spa&szlig;. Man liest Verzweiflung zwischen den Zeilen.</p>
<p><strong>Nachtrag:</strong> Eine Replik von Thomas Wanhoff auf den eingangs erw&auml;hnten &#8222;Zeit&#8220;-Artikel von Susanne Gaschke findet sich bei <a href="http://blog.kooptech.de/2010/01/angst-vor-google-verschwoerung-bei-zeit-online-gedanken-zu-einer-debatte/">KoopTech</a>.</p>
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</ul></p>]]></content:encoded>
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		<title>Google-Blues: Wo bleibt der Long-Tail-Effekt?</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Jan 2010 13:12:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rp</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vergangenen Dezember fiel mir auf, dass der von Google erzeugte Traffic auf meinem Blog einen neuen Tiefststand erreicht hatte. Meine Vermutung damals: Das ist eine erste Auswirkung der personalisierten Suche, die Google ungefragt als Standard f&#252;r jeden Nutzer eingef&#252;hrt hat und ihm ... <a href="http://rpzine.de/2010/01/google-blues-wo-bleibt-der-long-tail-effekt/" title="weiter im Text">&#187;&#187;</a>
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</ul>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Vergangenen Dezember fiel mir</strong> <strong>auf</strong>, dass der von Google erzeugte Traffic auf meinem Blog einen neuen Tiefststand erreicht hatte. Meine Vermutung damals: Das ist eine erste Auswirkung der <a href="http://googleblog.blogspot.com/2009/12/personalized-search-for-everyone.html">personalisierten Suche</a>, die Google ungefragt als Standard f&uuml;r jeden Nutzer eingef&uuml;hrt hat und ihm auf sein bisheriges Suchverhalten abgestimmte Ergebnisse anzeigt (<a href="http://www.seo-strategie.de/blog/google-personalisierte-suchergebnisse/777.html">Tipp zum Deaktivieren</a>). Man kann sich <a href="http://seo2.0.onreact.com/12-effects-google-personal-search-will-have-on-seo-blogging-social-media-and-the-web-as-whole">ausrechnen</a>, dass die <strong>Gewinner der Personalisierung</strong> die Big Player unter den Websites sein werden, die sowieso schon die obersten Pl&auml;tze im Ranking belegen: Wikipedia, Shopping-Portale wie Amazon und nat&uuml;rlich Spiegel Online und Co.</p>
<p>Weitere Nachforschungen ergaben aber den Hauptgrund f&uuml;r den Besucherschwund: Reihenweise &auml;ltere Blog-Beitr&auml;ge sind <strong>aus dem Index verschwunden</strong>. Laut <a href="http://www.google.com/webmasters/tools/?hl=de">Webmasters-Tools</a> hat Google von 186 via <a href="http://rpzine.de/sitemap.xml">Sitemap</a> &uuml;bermittelten Urls 129 indiziert. Also k&ouml;nnen etwa 30 Prozent aller Beitr&auml;ge nicht mehr mit der Suchmaschine gefunden werden. Beunruhigend fand ich, dass viele l&auml;ngere Texte (ich vermisse schmerzlich <a href="http://rpzine.de/2009/04/mexiko-stadt-ansteckende-bilder-der-katastrophe/">diesen</a> und <a href="http://rpzine.de/2009/11/pop-recycling-und-retro-kultur-auf-allen-kanaelen/">diesen</a>) nicht mehr gelistet sind &ndash; im Unterschied zu allerlei Kleinkram.</p>
<p><span id="more-357"></span></p>
<p><img style="border-right-width: 0px; display: inline; border-top-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-left-width: 0px" title="Google, schick mir deine Bots!" src="http://rpzine.de/wp-content/uploads/2010/01/screenshot-google-deutsch-1.jpg" border="0" alt="Google, schick mir deine Bots!" width="400" height="183" /></p>
<h4>Warten auf den Long-Tail-Effekt: Zeitverschwendung?</h4>
<p>Was besonders &auml;rgerlich ist: Unter den aus dem Index geworfenen langen Beitr&auml;gen sind gerade solche, die mit gro&szlig;em Aufwand an Recherche verbunden waren. &Uuml;ber sie kam mit der Zeit ein steter Strom von Besuchern: der viel beschworene <a href="http://www.wired.com/wired/archive/12.10/tail.html"><strong>Long Tail</strong></a>. Ich betrachtete sie deshalb als Backstage-Eing&auml;nge des Blogs, habe sie kontinuierlich &uuml;berarbeitet, erg&auml;nzt und Links zu weiterf&uuml;hrenden Informationen hinzugef&uuml;gt (etwa <a href="http://rpzine.de/2009/07/eddie-adams-die-geschichte-des-saigon-execution-fotos/">diesen</a>). Und nun sind sie Dateileichen.</p>
<p>Die Kriterien daf&uuml;r, welche Webseiten im Index bleiben und welche nach einiger Zeit rausgekickt werden, w&uuml;rden mich mal interessieren. Dass gerade die informativen Beitr&auml;ge im Abfluss landen, verst&ouml;&szlig;t massiv gegen die Jobbeschreibung einer Suchmaschine (man kann sie leider nicht feuern) &ndash; und widerspricht im &Uuml;brigen Tausenden von schlauen <strong>Ratgeber-Artikeln</strong>, die einem zu erkl&auml;ren vorgeben, wie man sein Blog gut im Netz platziert.</p>
<p>In einer sogenannten Nische vor sich hin zu arbeiten, &bdquo;sein Ding&ldquo; zu machen und auf den Long-Tail-Effekt zu warten ist unter diesen undurchsichtigen Bedingungen sinnlose <strong>Zeitverschwendung</strong>. Meine Lust, weiterhin viel Arbeit in aufwendige Texte f&uuml;r die Robots zu investieren, geht jedenfalls erst mal gegen null (dagegen hilft auch keine <a href="http://rpzine.de/2009/01/vorbild-new-economy-meine-erfolgsgeschichte/">Selbstironie</a>). Deswegen war hier in den vergangenen Wochen auch Sendepause.</p>
<p>Es geht ja nicht nur mir so. Vom Schwund ehemals indizierter Webpages berichten viele Webmaster, man muss sich nur mal auf den Foren umh&ouml;ren. Vor allem betroffen sind nat&uuml;rlich die Betreiber kleiner Seiten oder Blogger knapp &uuml;berhalb der Wahrnehmungsschwelle.</p>
<p>Und die L&ouml;sung f&uuml;r das Problem hei&szlig;t in erster Linie: <strong>Backlinks</strong>. Ohne Links auf die eigene Website wird man nichts in der &Ouml;konomie der Aufmerksamkeit des Internets. Dabei ist Texts for Robots bisher weitgehend leer ausgegangen.</p>
<p><img style="border-right-width: 0px; display: inline; border-top-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-left-width: 0px" title="Was tun gegen den Traffic-Schwund: gnadenlos Eigenwerbung?" src="http://rpzine.de/wp-content/uploads/2010/01/screenshot-google-deutsch-2.jpg" border="0" alt="Was tun gegen den Traffic-Schwund: gnadenlos Eigenwerbung?" width="400" height="175" /></p>
<h4>&Uuml;bertriebene Eigenwerbung statt sozialer Filter</h4>
<p>F&uuml;r den Blogger, der ohne Netzwerk an den Start geht und daher ohne Verlinkung auskommen muss, gilt die Losung: <strong>Eigenwerbung</strong> ohne Gnade. Die nimmt tats&auml;chlich &uuml;ble Formen an: Das ganze Marketing zieht eine Schleimspur durchs Netz. Twitter hat sich deswegen in einen PR-Rummelplatz verwandelt.</p>
<p>Und <strong>Bookmark-Dienste</strong> sind f&uuml;r die Suche nach Lesenswertem kaum mehr zu gebrauchen, da &uuml;bereifrige Webmaster jedes Fitzelchen, das sie neu auf ihre Seite stellen, als den absoluten Hammer empfehlen, und das gern auf mehreren Accounts zugleich. Der gr&ouml;&szlig;te Stumpfsinn wird am eifrigsten beworben.</p>
<p>Ich verlinke ebenfalls eigene Beitr&auml;ge &uuml;ber die <a href="http://twitter.com/Mikrotexte">Mikrotexte</a> oder, sehr selten, &uuml;ber meinen Bookmark-Account. Aber nicht jede Kleinigkeit, die sich auf diesem Blog tut. Etwas Objektivit&auml;t den eigenen Texten gegen&uuml;ber kann nicht schaden: Das sollte man als sogenannter <strong>sozialer Filter</strong> <strong>in der Informationsflut</strong> beachten, nicht alles ist f&uuml;r eine gr&ouml;&szlig;ere Anzahl von Lesern relevant.</p>
<p><em>Ein weiteres Manko der Eigenwerbung: Sie macht schlechte Laune, wenn man sie betreibt. Zumindest geht es mir so. &Uuml;bertriebenes Marketing in eigener Sache hindert am freien Denken und Schreiben. </em></p>
<p>Trotzdem: Es w&uuml;rde mich freuen, wenn jemand, dem ein Text dieses Blogs gef&auml;llt, gelegentlich die drei Klicks auf sich nimmt, die es kostet, diesen per Lesezeichen oder sonst wie zu empfehlen. Danke.</p>
<p style="margin-top: 28px"><strong>Nachtrag, 19. Januar 2010:</strong> Danke an den <a href="http://seo2.0.onreact.com/">Herrn mit dem Sombrero</a> f&uuml;r den <a href="http://www.yigg.de/computer-und-technik/google-frisst-die-nische">Yigg-Eintrag</a>. Wie man sich sonst noch au&szlig;er Reichweite von Google man&ouml;vriert, zeigt &uuml;brigens eine nette <a href="http://rpzine.de/2010/01/ein-leben-ohne-google/">Satire von The Onion</a>.</p>
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</ul></p>]]></content:encoded>
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		<title>Online lesen mit Readability</title>
		<link>http://rpzine.de/2009/11/online-lesen-mit-readability-tool/</link>
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		<pubDate>Wed, 11 Nov 2009 16:15:34 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ich lese tats&#228;chlich l&#228;ngere Artikel online. Auch wenn das gegen den Trend geht, wenn man diversen Studien glauben m&#246;chte. Die Abneigung vieler gegen Online-Lekt&#252;re liegt aber nicht nur an der mentalen Verwahrlosung einer Generation von Internet-Streunern mit Konzentrationsst&#246;rungen&#160;&#8211; sondern an der Gestaltung ... <a href="http://rpzine.de/2009/11/online-lesen-mit-readability-tool/" title="weiter im Text">&#187;&#187;</a>
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</ul>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ich lese tats&auml;chlich l&auml;ngere Artikel online.</strong> Auch wenn das gegen den Trend geht, wenn man diversen Studien glauben m&ouml;chte. Die Abneigung vieler gegen Online-Lekt&uuml;re liegt aber nicht nur an der mentalen Verwahrlosung einer Generation von Internet-Streunern mit Konzentrationsst&ouml;rungen&#160;&#8211; sondern an der Gestaltung vieler Websites. Die ist an allem m&ouml;glichen orientiert, an der Gier nach Werbeeinnahmen oder den &auml;sthetischen Vorlieben von Webdesignern, die in ihrer Freizeit wohl h&ouml;chstens mal einen Blick in Mangas und Design-Magazine werfen, nicht jedoch an der <strong>Lesbarkeit der Texte</strong>. Und dann gibt es weiterhin die Blogger, die dem Irrtum anh&auml;ngen, ihre Beitr&auml;ge w&uuml;rden in heller Schrift auf dunklem Hintergrund besonders gut zur Geltung kommen.<span id="more-323"></span></p>
<p>Anscheinend lese ich auf alle F&auml;lle zu wenig Technik&#8209; und Gadget-Blogs, denn <a href="http://lab.arc90.com/2009/03/02/readability/">Readability</a> von Arc90 war mir bisher entgangen. Readablity ist ein <strong>Browser-Tool</strong>, das das Lesen von Texten online wirklich erleichtert. Werbebanner und anderer Krimskrams, der vom Inhalt ablenkt, werden ausgeblendet. Und die Randbreite und die Schriftgr&ouml;&szlig;e lassen sich auf der <a href="http://lab.arc90.com/experiments/readability/">Setup-Seite</a> individuell einstellen. Eine Software-Installation ist nicht notwendig: &Uuml;ber ein Bookmarklet, das man auf die Browser-Toolbar zieht (wenn man Firefox verwendet), kann man mit einem Klick die Darstellung einer beliebigen Webpage &auml;ndern.</p>
<p>Nach einem ersten Test sind mir einige M&auml;ngel aufgefallen, so ist die Anwendung auf <strong>Einzelartikel </strong>angelegt und versagt bei Startseiten mit Artikel-Anrei&szlig;ern. Auch eingebettete Medien werden nicht immer angezeigt. Und nach einen Google-Rundgang wurde mir klar, dass es noch eine Reihe von alternativen Anwendungen und Weiterentwicklungen gibt&#160;&#8211; aber ich bin mit dieser L&ouml;sung erst mal sehr zufrieden.</p>
<p style="text-align: right;">Via: <a href="http://www.dvafoto.com/2009/04/readability-a-tool-for-surviving-reading-online/">dvafoto</a>.</p>
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		<title>Mikrotexte, Selbstvertextung, Ich-Mikroben</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Mar 2009 19:43:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Betroffenheitslyrik]]></category>
		<category><![CDATA[Praxis]]></category>
		<category><![CDATA[digitale Boheme]]></category>
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		<description><![CDATA[Wie viele elektronische Ich-Mikroben soll man sein? Foto: Malik ML Williams (cc) Nach den ersten drei Tweets wusste ich schon: Twitter ist genau mein Medium. Die Beschr&#228;nkung auf 140 Zeichen verpflichtet auf Pr&#228;zision; die Schnelligkeit und Bruchst&#252;ckhaftigkeit kommt der Weise entgegen, wie ... <a href="http://rpzine.de/2009/03/mikrotexte-selbstvertextung-ich-mikroben-mein-twitter-start/" title="weiter im Text">&#187;&#187;</a>
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</ul>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img style="border-top-width: 0px; display: inline; border-left-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-right-width: 0px" title="Vervielfachung der Ich-Mikroben" src="http://rpzine.de/wp-content/uploads/2009/03/vervielfachung.jpg" border="0" alt="Vervielfachung der Ich-Mikroben" width="400" height="235" /></p>
<p><span style="font-family: Arial Narrow;">Wie viele elektronische Ich-Mikroben soll man sein?<br />
Foto: </span><a href="http://www.flickr.com/photos/brothaloveimages/1227821131/"><span style="font-family: Arial Narrow;">Malik ML Williams</span></a><span style="font-family: Arial Narrow;"> (</span><a rel="nofollow" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/deed.de"><span style="font-family: Arial Narrow;">cc</span></a><span style="font-family: Arial Narrow;">)</span></p>
<p><strong>Nach den ersten drei Tweets</strong> wusste ich schon: Twitter ist genau mein Medium. Die Beschr&auml;nkung auf 140 Zeichen verpflichtet auf Pr&auml;zision; die Schnelligkeit und Bruchst&uuml;ckhaftigkeit kommt der Weise entgegen, wie Informationsstr&ouml;me mich als datenverarbeitendes System durchqueren: beim Lesen eines Buches und auf dem Computermonitor zu Hause, beim Recherchieren im Redaktionsb&uuml;ro, auch beim Wahrnehmen von Fremden auf der Stra&szlig;e. <span id="more-243"></span></p>
<p>Das soll keine freudige Bejahung dieses Zustands als Medienmensch sein, es ist zun&auml;chst eine Bestandsaufnahme &ndash; und eine Aufforderung, auch den kleinsten Erscheinungen, die meine Aufmerksamkeit erregen, Beachtung und Bearbeitung zukommen zu lassen.</p>
<p>Gewiss, mit der Selbstvertextung im Netz reagiert man auf den Aufruf an jedermann, kreativ, ein K&uuml;nstler zu sein. Damit und mit der Vervielf&auml;ltigung von Ich-Mikroben in sozialen Netzwerken zeigt man zun&auml;chst einmal nur eines: dass man willens ist, sich ans Fl&uuml;chtige anzupassen, flexibel, aber nicht unmotiviert zu sein, kommunikativ, aber nicht aufdringlich. Ein Freelancer, der zumindest so tut, als sei er voll besch&auml;ftigt.</p>
<p>Das klingt vielleicht negativer, als es ist. Wer w&uuml;nscht sich schon ins Couchpotato-Dasein zur&uuml;ck, am sogenannten Feierabend als Konsument vor dem Empfangsger&auml;t der Einwegkommunikation?</p>
<p><strong>Auf Text for Robots</strong> finden sich meine Twitter-Updates in der Seitenleiste. Der Credit f&uuml;r das <a href="http://alexking.org/blog/2009/02/18/twitter-tools-16">WordPress-Plugin Twitter Tools</a>, das ich daf&uuml;r verwende, geht an den Entwickler Alex King. Wer m&ouml;chte, kann sich als &#8222;Follower&#8220; f&uuml;r <a href="https://twitter.com/Mikrotexte">Mikrotexte</a> hinzuf&uuml;gen. Dort wird es nicht nur Refrains aus Postmoderne-Gassenhauern geben, sondern auch Links zu Themen aus Medien, Kunst, Politik, Blogs und Sonstigem, das mir auf den Schirm kommt.</p>
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		<title>Neologismen und sprachliche Neonreklame</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Mar 2009 17:21:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Praxis]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
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		<category><![CDATA[Sprachkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich bin kein Freund von Neologismen, auf Deutsch: Wortneusch&#246;pfungen, in journalistischen Texten. Wenn ich in der Redaktion an Artikeln anderer sitze, dann versuche ich oft, die Autoren zur &#196;nderung zu bewegen. Ich wei&#223; sehr wohl, dass Neubildungen eine Antwort auf das Problem ... <a href="http://rpzine.de/2009/03/neologismen-und-sprachliche-neonreklame/" title="weiter im Text">&#187;&#187;</a>
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</ul>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: Arial Black;"><img style="display: inline; margin: 0px 10px 0px 0px; border: 0pt none;" title="Neonreklame" src="http://rpzine.de/wp-content/uploads/2009/03/neonfun.jpg" border="0" alt="Neonreklame" width="200" height="137" align="left" /> </span><strong>Ich bin kein Freund von Neologismen,</strong> auf Deutsch: Wortneusch&ouml;pfungen, in journalistischen Texten. Wenn ich in der Redaktion an Artikeln anderer sitze, dann versuche ich oft, die Autoren zur &Auml;nderung zu bewegen.</p>
<p>Ich wei&szlig; sehr wohl, dass Neubildungen eine Antwort auf das Problem sind, auf gedr&auml;ngtem Raum informativ und zugleich witzig zu schreiben. Nicht selten zeigen diese Ausdr&uuml;cke aber eine Selbstverliebtheit des Schreibers und sein Entz&uuml;cken &uuml;ber den kleinen sprachlichen Einfall, den er mal eben hatte, die der &Ouml;konomie seines Textes geradezu entgegenlaufen.</p>
<p>Zu viel Aufmerksamkeit erhascht das skurril zusammengesetzte bis verdrehte Wort, lenkt sie dorthin, wo sie eigentlich nichts zu suchen hat. Extremf&auml;lle von Neusch&ouml;pfungen, die mit Niedlichkeit und Retro-Ankl&auml;ngen spielen, um zu sagen: &#8222;Ich bin klein, mein Herz ist rein&#8220;, bezeichne ich als <em>Pril-blumige Sprache</em>. Richtig erkannt: &#8222;Pril-blumig&#8220; ist genau daf&uuml;r ein Beispiel.</p>
<p>Andere neu erfundene W&ouml;rter tun dagegen eher wichtig, geben sich fremdwortartig wissenschaftlich, obwohl sie allein der Fantasie des Verfassers entsprungen sind. Als verbale Nebelwerfer verh&uuml;llen sie dann, dass Unkenntnis oder Banalit&auml;ten hinter ihnen stecken. Eine Fundgrube f&uuml;r solche Wortneubildungen sind immer wieder Katalog&#8209; und Pressetexte aus Kunst und Kultur &ndash; wahrscheinlich nicht selten von Kulturwissenschaftlern mit Legitimationsproblemen geschrieben.</p>
<p>Bei aller Strenge macht es mir Spa&szlig;, t&auml;glich die Auswertung von Neologismen durch die <a href="http://www.sfs.uni-tuebingen.de/~lothar/nw/">Wortwarte</a> zu lesen, ein Online-Projekt des Seminars f&uuml;r Sprachwissenschaft an der Universit&auml;t T&uuml;bingen. Dazu werden die Internet-Ausgaben von deutschen Zeitungen durchsucht und neue Wortbildungen festgehalten. Zum Vorschein kommt verbale Neonreklame wie &#8222;Selbstanschie&szlig;er&#8220;, &#8222;Wichtigesser&#8220;, &#8222;Frauenabzocke&#8220;, &#8222;Gernsehclub&#8220;.</p>
<p>Ich frage mich allerdings: Liegt es am eingesetzten Filter, dass der Berliner &#8222;Tagesspiegel&#8220; und &#8222;Spiegel Online&#8220; (SpOn) so h&auml;ufig aufgelistet werden?</p>
<p style="text-align: right;">Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/thomashawk/3228640678/">Thomas Hawk</a> (<a rel="nofollow" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/deed.de">cc</a>).</p>
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