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	<title>Texts for Robots &#187; Wirtschaft</title>
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	<description>Ein Blog zu Pop und Politik, Medien und Netzkultur aus Berlin (rpzine.de)</description>
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		<title>Bloggende Social-Media-Consultants&#160;&#8211; zum Totlachen</title>
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		<pubDate>Mon, 31 Jan 2011 22:19:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rp</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es wird hier zwar selten kommentiert, aber zumindest verraten mir Freunde gelegentlich hinter vorgehaltener Hand, was sie vom Blog halten: zu negativ, pessimistisch, d&#252;ster, all das. Sie k&#246;nnten recht haben, wenn ich mir die Keywords ansehe, die ich bespiele: Tod, Apokalypse, Krieg. ... <a href="http://rpzine.de/2011/01/bloggende-social-media-consultants-zum-totlachen/" title="weiter im Text">&#187;&#187;</a>
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</ul>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Es wird hier zwar selten kommentiert,</strong> aber zumindest verraten mir Freunde gelegentlich hinter vorgehaltener Hand, was sie vom Blog halten: zu negativ, pessimistisch, d&uuml;ster, all das. Sie k&ouml;nnten recht haben, wenn ich mir die Keywords ansehe, die ich bespiele: Tod, Apokalypse, Krieg. Wie bitter. Und Klicks generiert man damit schon gar nicht.</p>
<p>Zugegeben, ansonsten ist die sogenannte Blogosph&auml;re doch ein eher <strong>humorvolles Unternehmen</strong>: Da trifft man etwa massenhaft Agenturpunks, die mit &#8222;Social-Media-Consulting&#8220; oder &auml;hnlich Aufregendem auf den <em>long tail</em> im Netz setzen. Ihren Lesern&#160;&#8211; ebenfalls in st&auml;ndiger Ungewissheit, ob sie nicht zu den &Uuml;berfl&uuml;ssigen der Medien-Gesellschaft geh&ouml;ren&#160;&#8211; versuchen sie Blog-Text um Blog-Text weiszumachen, dass derjenige, der heute nicht twittert oder t&auml;glich Stunden &#8222;Networking&#8220; auf Facebook betreibt, indem er Muppet-Videos postet (&#8220;I like!&#8220;), morgen schon <em>no future</em> auf dem Arbeitsmarkt sehen wird.</p>
<p>Die Klientel f&uuml;hlt sich dadurch in ihren Online-Aktivit&auml;ten best&auml;rkt, empfiehlt den Beitrag auf Twitter oder Facebook (was, wie gesagt, ihren <strong>Marktwert </strong>unermesslich erh&ouml;ht) oder wettert in den Kommentaren ein wenig gegen &#8222;die da oben&#8220; (arrogante Journalisten, die nicht einsehen wollen, dass sie mit der Social-Media-Unlust ihre Zukunft verspielen). Daraus zieht der Prek&auml;re neuen Lebensmut. Und l&auml;sst sich nicht lumpen: Der Coach wird gro&szlig;z&uuml;gig per Flattr mit Cent-Betr&auml;gen honoriert.</p>
<p>Sehr witzig, wie ich finde.</p>
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		</item>
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		<title>IGEL: Mehr Transparenz in der Debatte &#252;ber das Leistungsschutzrecht</title>
		<link>http://rpzine.de/2010/12/igel-mehr-transparenz-in-der-debatte-ueber-das-leistungsschutzrecht/</link>
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		<pubDate>Tue, 14 Dec 2010 11:31:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rp</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Debatte &#252;ber das Leistungsschutzrecht f&#252;r deutsche Presseverleger war bisher m&#252;hsam zu verfolgen, sie fand &#252;ber viele Blogs verteilt statt. Mit IGEL, der Initiative gegen ein Leistungsschutzrecht, ging nun ein gut gemachtes Portal an den Start, das eine „zentrale Informationsquelle“ bieten soll.
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</ul>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img class="size-full wp-image-1202 alignright" title="IGEL-Banner" src="http://rpzine.de/wp-content/uploads/2010/12/banner-igel-initiative-gegen-leistungsschutzrecht.png" alt="Banner von IGEL, Initiative gegen ein Leistungsschutzrecht" width="213" height="213" /></strong></p>
<p><strong>Die Debatte &uuml;ber das im Koalitionsvertrag</strong> zwischen CDU und FDP vorgesehene Leistungsschutzrecht f&uuml;r deutsche Presseverleger war bisher m&uuml;hsam zu verfolgen, sie fand &uuml;ber viele IT&#8209; und Medien-Blogs verteilt statt. Mit <a title="IGEL - Initiative gegen ein Leistungsschutzrecht" href="http://leistungsschutzrecht.info/">IGEL, der Initiative gegen ein Leistungsschutzrecht</a>, ging nun ein gut gemachtes Portal an den Start, das eine &#8222;zentrale Informationsquelle&#8220; bieten soll, die &#8222;Artikel, Informationen und Materialien&#8220; auf einer Website b&uuml;ndelt. Die Macher wollen damit f&uuml;r &#8222;mehr Transparenz in der politischen Debatte sorgen&#8220;, den Print-Medien werfen sie dagegen vor, &#8222;einseitig&#8220; in der Berichterstattung zu sein.</p>
<blockquote><p>Auf unserer Plattform soll nachvollziehbar gemacht werden, welche Argumente von welcher Seite zu welchem Zeitpunkt vorgebracht wurden. Besonders der Umstand, dass die Bef&uuml;rworter des Leistungsschutzrechts &ndash; die Presseverlage und deren Verb&auml;nde &ndash; im Laufe der Zeit mehrfach ihre Argumentation ver&auml;ndert haben, erschwert es erheblich, den Stand der Debatte zu &uuml;berblicken.</p></blockquote>
<p>Initiator ist Till Kreutzer, ein auf Urheberrecht spezialisierter Rechtsanwalt. Mit zwei weiteren Rechtswissenschaftlern betreut er das Projekt als Redakteur. Christiane Schulzki-Haddouti hat f&uuml;r KoopTech ein <a title="&quot;Gegen das Leistungsschutzrecht: 5 Fragen an Till Kreutzer&quot; (KoopTech)" href="http://blog.kooptech.de/2010/12/leistungsschutzrecht-5-fragen-an-till-kreutzer/">Interview mit Kreutzer</a> gef&uuml;hrt, in dem der Jurist auf die m&ouml;glichen Auswirkungen des von deutschen Verlegern favorisierten Rechts hinweist. Neben &#8222;Suchmaschinen oder News-Aggregatoren wie Google News&#8220; k&ouml;nnten hierzulande insbesondere Freiberufler in den Medien finanziell Schaden nehmen:</p>
<blockquote><p>Freie Journalisten werden im Zweifel nicht mehr ohne Weiteres &uuml;ber die  Rechte an ihren Inhalten verf&uuml;gen k&ouml;nnen, weil das Leistungsschutzrecht  ihre Urheberrechte &#8222;&uuml;berlagert&#8220;. Au&szlig;erdem m&uuml;ssen sie als &#8222;gewerbliche  Nutzer&#8220; im Zweifel zahlen, wenn sie &ndash; was f&uuml;r Journalisten nat&uuml;rlich  unvermeidlich ist &ndash; Verlagsangebote nutzen.</p></blockquote>
<p>Mehr Informationen zum Leistungsschutzrecht und zu den <a title="Pro oder contra Leistungsschutzrecht" href="http://leistungsschutzrecht.info/argumente">Argumenten pro oder contra</a> auf dem Portal <a title="IGEL - Initiative gegen ein Leistungsschutzrecht" href="http://leistungsschutzrecht.info/">IGEL</a>. RSS-Reader anwerfen!</p>
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</ul></p>]]></content:encoded>
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		<title>Aus der Traum vom besseren Leben</title>
		<link>http://rpzine.de/2010/11/aus-der-traum-vom-besseren-leben/</link>
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		<pubDate>Mon, 22 Nov 2010 00:50:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rp</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gek&#252;rzt wird ohne Gnade, auch der Traum vom besseren Leben kommt nicht ungeschoren davon: "Wer hat nicht schon mal davon getr&#228;umt, auf einer Superyacht anzuheuern, um in lauen S&#252;dseen&#228;chten Schampus auf der Flybridge zu servieren oder mit dem Dingi kurz mal Kaviar aus Monte Carlo zu besorgen?"
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</ul>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Gek&uuml;rzt wird ohne Gnade, auch der Traum</strong> vom besseren Leben kommt nicht mehr ungeschoren davon:</p>
<blockquote><p>Wer hat nicht schon mal davon getr&auml;umt, auf einer Superyacht anzuheuern,  um in lauen S&uuml;dseen&auml;chten Schampus auf der Flybridge zu servieren oder  mit dem Dingi kurz mal Kaviar aus Monte Carlo zu besorgen?</p></blockquote>
<p>So wirbt ein Artikel auf Welt Online f&uuml;r den Job als <a title="&quot;Viel Geld, viel Meer: Dienstboten an Deck&quot;" href="http://www.welt.de/print/wams/motor/article11100825/Viel-Geld-viel-Meer-Dienstboten-an-Deck.html">&#8222;Dienstboten an Deck&#8220;</a>. Moment mal, t&auml;usche ich mich, oder war es nicht fr&uuml;her mal der Wunsch des kleinen Mannes, selbst eine Yacht zu <em>besitzen</em>, dort k&uuml;belweise Champagner zu <em>saufen </em>und sich den Kaviar mit der Suppenkelle <em>auftischen zu lassen</em>?</p>
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</ul></p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Gib mir deine Daten, Baby!</title>
		<link>http://rpzine.de/2010/11/gib-mir-deine-daten-baby/</link>
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		<pubDate>Tue, 16 Nov 2010 12:54:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rp</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Haut schuppt ab, Haare fallen vom K&#246;rper, diese an sich unscheinbaren Partikel machen sich als Hausstaub bemerkbar. Reinlicher wirken die Emissionen des Menschen, stellt man sich ihn als Software-System vor. In diesem Werbe-Spot f&#252;r das amerikanische IT-Unternehmen IBM legt Mathew Cullen nahe, ... <a href="http://rpzine.de/2010/11/gib-mir-deine-daten-baby/" title="weiter im Text">&#187;&#187;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="560" height="340" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/QVbnrlqWG5I?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0&amp;hd=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="560" height="340" src="http://www.youtube-nocookie.com/v/QVbnrlqWG5I?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0&amp;hd=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p><strong>Haut schuppt ab, Haare fallen vom K&ouml;rper,</strong> diese an sich unscheinbaren Partikel machen sich als Hausstaub bemerkbar. Reinlicher wirken die Emissionen des Menschen, stellt man sich ihn als Software-System vor. In diesem <a title="&quot;IBM - Data Baby&quot; (YouTube)" href="http://www.youtube.com/watch?v=QVbnrlqWG5I">Werbe-Spot</a> f&uuml;r das amerikanische IT-Unternehmen IBM legt <a href="http://www.motiontheory.com/director/mathew-cullen">Mathew Cullen</a> nahe, dass ein Baby schon mit einer Schnittstelle zur Welt kommt. In jeder Sekunde produziert es eine Menge an Daten, die wie eine Schutzschicht &uuml;ber seiner Haut flimmern, bevor sie sich abl&ouml;sen.</p>
<p>H&uuml;bsch anzusehen&#160;&#8211; so etwas Groteskes wie der &#8222;Bioport&#8220;, den David Cronenberg im Science-Fiction-Film <a title="David Cronenberg: &quot;eXistenZ&quot; (1999), IMDb" href="http://www.imdb.com/title/tt0120907/">&#8222;eXistenZ&#8220;</a> (IMDb) von 1999 als Mensch-Computer-Schnittstelle pr&auml;sentiert, w&auml;re wohl auch weniger f&uuml;rs Marketing geeignet (der kanadische Regisseur hat wenigstens die Idee konsequent zu Ende gef&uuml;hrt und das Kabel, das Leib und Maschine verkn&uuml;pft, einer Nabelschnur nachempfunden). Etwas finde ich trotzdem ungew&ouml;hnlich am &#8222;Data Baby&#8220;-Video: Warum wurden die freigesetzten Daten als au&szlig;erirdisch wirkende Dinger visualisiert, die an Viren unter dem Elektronenmikroskop erinnern?</p>
<p>Ein Vorschlag f&uuml;r eine technische Erweiterung: Jemand m&uuml;sste eine App entwickeln, die die Lebenszeichen eines Babys als Stream direkt in ein soziales Netzwerk einspeist, ohne dass der Umweg &uuml;ber die <a title="&quot;Hunde, Katzen, Babys. Material der Selbstdarstellung&quot;" href="http://rpzine.de/2009/04/hunde-katzen-babys-material-der-selbstdarstellung/">Kamera der Eltern</a> noch notwendig ist. Status-Update: &#8222;Herzschlag&#8220;, Status-Update: &#8222;Herzschlag&#8220;, Status-Update: &#8222;Herzschlag&#8220;&#160;&#8230;</p>
<p style="text-align: right;">Via <a title="&quot;Science Fantasy&quot;" href="http://hilobrow.com/2010/11/13/science-fantasy/">HiLobrow</a>.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>&#8222;Foreclosure: Death of the American Dream&#8220;</title>
		<link>http://rpzine.de/2010/02/foreclosure-death-of-the-american-dream/</link>
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		<pubDate>Mon, 01 Feb 2010 23:10:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rp</dc:creator>
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		<category><![CDATA[USA]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8222;Die Landschaft von Inland Empire ist eine &#246;de Brache, wo man nur leere H&#228;user vorfindet und Geister des amerikanischen Traums&#8220;, schreibt Lauren Greenfield im Text zu ihrem Video &#8222;Foreclosure: Death of the American Dream&#8220;. Die Beschreibung k&#246;nnte auf den Film von David ... <a href="http://rpzine.de/2010/02/foreclosure-death-of-the-american-dream/" title="weiter im Text">&#187;&#187;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="500" height="331" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=9055532&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=00adef&amp;fullscreen=1" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="500" height="331" src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=9055532&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=00adef&amp;fullscreen=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p style="margin-top: 20px;"><strong>&#8222;Die Landschaft von Inland Empire ist eine &ouml;de Brache,</strong> wo man nur leere H&auml;user vorfindet und Geister des amerikanischen Traums&#8220;, schreibt <a href="http://www.laurengreenfield.com/">Lauren Greenfield</a> im Text zu ihrem Video <a href="http://vimeo.com/9055532">&#8222;Foreclosure: Death of the American Dream&#8220;</a>. Die Beschreibung k&ouml;nnte auf den Film von David Lynch zutreffen, aber er hat den Namen seines Psychodramas von 2006 einer Region im S&uuml;den Kaliforniens entliehen, die tats&auml;chlich so genannt wird (gedreht hat er nicht dort, sondern haupts&auml;chlich in Polen, das sich zum Niedriglohnland f&uuml;r Kinoproduktionen entwickelt hat).</p>
<p style="margin-top: 20px;">Im Unterschied zum Werk des US-Regisseurs, der Krisenstimmungen gern mystifiziert darstellt, zeigt sich im realen Inland Empire der wirtschaftliche Abschwung eher &#8222;banal&#8220;: Arbeitslosigkeit, Verschuldung, Zwangsvollstreckung.<span id="more-374"></span></p>
<p><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Inland_Empire_%28California%29">Inland Empire</a> liegt &ouml;stlich von Los Angeles und ist gepr&auml;gt von einer wilden Zersiedelung des ehemals vor allem landwirtschaftlich genutzten Gebiets. Viele aus der Gro&szlig;stadt fortgezogene Hausbesitzer, die sich in diesem amorphen, endlosen Suburb in den vergangenen Jahren ihren Traum vom Eigenheim auf Kredit finanzierten, sind nun vom Rauswurf bedroht. Manche landen von einem Tag auf den anderen auf der Stra&szlig;e.</p>
<p>Die Fotojournalistin und Dokumentarfilmerin Greenfield hat ihre Aufnahmen von den Opfern der <a title="Hintergrund-Informationen zur Immobilienkrise (Tagesschau.de)" href="http://www.tagesschau.de/wirtschaft/immobilienkrise16.html">Immobilienkrise</a> zu einer Mischform aus Audio-Slideshow und gefilmten Interviews montiert. Einige Bilder, gerade von den leer ger&auml;umten H&auml;usern und den verlassenen Swimmingpools, finde ich &auml;sthetisch so ansprechend, dass ich beim zweiten Durchlauf das Video &ouml;fters mal stoppen musste.</p>
<p>Ein &#8222;guilty pleasure&#8220;: Wenn Profis am Werk sind, sieht eben auch das Elend anderer Leute sehr gut aus. Darin zumindest sind sich das echte Inland Empire und Lynchs Kino-Fiktion &auml;hnlich.</p>
<p style="text-align: right;">Via <a href="http://duckrabbit.info/blog/2010/01/death-of-the-american-dream-lauren-greenfield/">Duckrabbit</a>.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Deutsches Handwerk &#8211; ein Katastrophenfilm</title>
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		<pubDate>Mon, 25 Jan 2010 10:32:48 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Teurer Film, schlechtes Timing: In einem Werbespot des deutschen Handwerks wird Berlin effektvoll verw&#252;stet, in den TV-Nachrichten l&#228;uft derweil die Berichterstattung &#252;ber das katastrophale Erdbeben in Haiti.
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</ul>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="295" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/X89vwqLNPkU&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;rel=0" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="295" src="http://www.youtube.com/v/X89vwqLNPkU&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;rel=0" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Eine <a href="http://www.hwk-duesseldorf.de/kampagne/index.html">&#8222;Imagekampagne des deutschen Handwerks&#8220;</a>? Dazu will ich meinen Beitrag leisten, indem ich den von der Agentur Scholz &amp; Friends geschaffenen <a title="YouTube-Direktlink" href="http://www.youtube.com/watch?v=X89vwqLNPkU">Katastrophenfilm</a> hier hurtig einbinde. Der Werbespot, in dem Berlin sich in seine Einzelteile aufl&ouml;st, kommt mit einem Tipp f&uuml;r den Ernstfall: Nach dem Untergang der Zivilisation ist es n&uuml;tzlich, jemand, der im vorherigen Leben einen Blaumann trug, an seiner Seite zu haben. Der sollte doch wissen, wie man Feuer macht. Darum hei&szlig;t es auch bei der Handwerkskammer zum <a href="http://www.hwk-duesseldorf.de/kampagne/hintergrund.html">Konzept</a> der Marketing-Kampagne: &#8222;Das Handwerk ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor &ndash; modern, innovativ und facettenreich.&#8220;</p>
<p style="text-align: right;">Gefunden bei <a href="http://postapocalypse.simulationsraum.de/2010/01/22/das-leben-ohne-handwerk-die-apokalypse/">postapocalypse</a>.</p>
<div class="update"><strong>Nachtrag:</strong> Eher ungl&uuml;cklich war das Timing der Kampagne. Die TV-Ausstrahlung des Werbespots begann wenige Tage nach dem Erdbeben in Haiti&#160;&#8211; im medialen Umfeld der Nachrichtenbilder aus dem Katastrophengebiet. Von Zuschauern kam deswegen Protest, wie die <a title="&quot;Die Apokalypse des deutschen Handwerks&quot;" href="http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/werbung-haiti-effekt-die-apokalypse-des-deutschen-handwerks-1.54725">&#8222;S&uuml;ddeutsche&#8220;</a> berichtet. Das habe den Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) dazu bewogen, den etwa eine Million Euro teuren Spot zur&uuml;ckzuziehen.</div>
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</ul></p>]]></content:encoded>
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		<title>Social-Media-Marketing f&#252;r Thomas Pynchon</title>
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		<pubDate>Wed, 05 Aug 2009 21:41:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rp</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Okay, das ist Werbung, potenziell virales Marketing, wie die Social-Media-Berater dem Verlag Penguin wahrscheinlich versprochen haben, damit der einen Trailer zu Thomas Pynchons neuem Roman &#8222;Inherent Vice&#8220; in Umlauf bringt. Ein YouTube-Trailer zu einem Buch? Wer wird da schon komische Fragen stellen ... <a href="http://rpzine.de/2009/08/social-media-marketing-fuer-thomas-pynchon/" title="weiter im Text">&#187;&#187;</a>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="560" height="340" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/RjWKPdDk0_U&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;rel=0" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="560" height="340" src="http://www.youtube.com/v/RjWKPdDk0_U&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;rel=0" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p><strong>Okay, das ist Werbung,</strong> potenziell virales Marketing, wie die Social-Media-Berater dem Verlag Penguin wahrscheinlich versprochen haben, damit der einen Trailer zu Thomas Pynchons neuem Roman &#8222;Inherent Vice&#8220; in Umlauf bringt. Ein YouTube-Trailer zu einem Buch? Wer wird da schon komische Fragen stellen &ndash; das kann man doch ruck, zuck im Blog einbinden, wenn einem sonst nichts einf&auml;llt. Wie hiermit geschehen.<span id="more-287"></span></p>
<p>Die Spekulation, der extrem &ouml;ffentlichkeitsscheue Schriftsteller w&uuml;rde den Romanauszug im Trailer selbst vorlesen, kann man aber beenden, denke ich &ndash; zumindest wenn man zum Stimmvergleich die <a href="http://www.youtube.com/watch?v=Ch5qRG5tbdU">&#8222;Simpsons&#8220;</a>-Folge von 2003 heranzieht, f&uuml;r die er seine Rolle tats&auml;chlich <a href="http://www.themodernword.com/Pynchon/ketzan_simpsons.htm">selbst gesprochen</a> hat. Fans beklagten damals den &#8222;Ausverkauf&#8220; des Autors, den sie f&uuml;r seine Konsumkritik sch&auml;tzten. &Uuml;brigens ist der Cartoon-Pynchon bei den &#8222;Simpsons&#8220; ebenfalls mit Promotion f&uuml;r ein Buch besch&auml;ftigt. Das von Marge, nicht sein eigenes.</p>
<p>(via <a href="http://filmtagebuch.blogger.de/stories/1459562/">Filmtagebuch</a>)</p>
<p><strong>Nachtrag, 18. August:</strong> Ich habe mich offenbar get&auml;uscht. Der Autor des &#8222;Wall Street Journal&#8220;-Blogs <a href="http://blogs.wsj.com/speakeasy/2009/08/11/pynchon-revealed/">Speakeasy </a>hat einen Experten f&uuml;r Sprechererkennung mit einer Analyse beauftragt, und der ist sich sicher, dass die Stimmen aus der &#8222;Simpsons&#8220;-Folge und dem Roman-Trailer derselben Person geh&ouml;ren.</p>
<p>Dass das Verschwinden des Subjekts, im Fall von Pynchon Teil seiner Inszenierung als Schriftsteller, mit dem Aufstieg der Forensik zu einer Art &#8222;Leitwissenschaft&#8220; einhergeht, h&auml;tten sich wohl die Denker, die vor ein paar Jahrzehnten den &#8222;Tod des Autors&#8220; proklamierten (und begr&uuml;&szlig;ten), nicht gedacht. (Vor einiger Zeit hat der <span style="text-decoration: line-through;">unvermeidliche </span><span><span style="text-decoration: line-through;">Slavoj Zizek</span> in einem Text &uuml;ber eine Gerichtsmedizin-Fernsehserie etwas &Auml;hnliches geschrieben&#160;&#8211; mal sehen, ob ich den Artikel noch finde und verlinken kann&#160;&#8230;) (Edit: Nicht Zizek hat hat das getan, sondern J.&#160;G. Ballard)<br />
</span></p>
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		<title>Amerikanische Verh&#228;ltnisse. Aus f&#252;r VF</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Feb 2009 15:12:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rp</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Aus f&#252;r die deutsche Vanity Fair. Der amerikanische Cond&#233;-Nast-Chef Jonathan Newhouse sagt im Interview, die Einstellung des Magazins sei als Auswirkung der internationalen Wirtschaftskrise zu verstehen, die die Print-Branche besonders hart treffe. &#8222;In diesem Markt sind die wirtschaftlichen Perspektiven nicht nur in ... <a href="http://rpzine.de/2009/02/amerikanische-verhltnisse-aus-fuer-vf/" title="weiter im Text">&#187;&#187;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img style="display: inline; margin: 0px 5px 0px 0px; border-width: 0px;" src="http://rpzine.de/wp-content/uploads/2009/02/vf.png" border="0" alt="" width="220" height="170" /></p>
<p><span style="font-family: Arial Black;">Aus f&uuml;r die deutsche Vanity Fair.</span> Der amerikanische Cond&eacute;-Nast-Chef Jonathan Newhouse sagt im Interview, die Einstellung des Magazins sei als Auswirkung der internationalen Wirtschaftskrise zu verstehen, die die Print-Branche besonders hart treffe. &#8222;In diesem Markt sind die wirtschaftlichen Perspektiven nicht nur in Deutschland, sondern weltweit sehr schlecht. Die Krise ist vergleichbar mit der gro&szlig;en Depression in den 1930er-Jahren&#8220; (<a href="http://www.horizont.net/aktuell/medien/pages/protected/show.php?id=82305&amp;page=1&amp;params=">Horizont.net</a>). Und Marc Felix Serrao reicht auf FAZ.net den Schwarzen Peter weiter, das hei&szlig;t zur&uuml;ck:</p>
<blockquote><p>Diese Krise aber, das sollte man nicht vergessen, kommt aus Amerika, dem Land der unbegrenzten Schuldenmacherei, das zuerst die Finanz&#8209; und dann die Weltwirtschaft in den Abgrund gezogen hat. Und so ist es auch bei Cond&eacute; Nast und der deutschen &#8222;Vanity Fair&#8220;, auf die der Verlag angesichts von Investitionen, die sich im dreistelligen Millionenbereich bewegen d&uuml;rften, nie und nimmer verzichten w&uuml;rde, ginge nicht auch dort die Malaise von den amerikanischen Verh&auml;ltnissen aus. Die mit den unseren, was die Presse, den Print-Journalismus und die Lese&#8209; und Debattenkultur, ja die gesamte Verfasstheit der &Ouml;ffentlichkeit angeht, schwerlich zu vergleichen sind.</p></blockquote>
<p>(<a href="http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc~E337D412D397A433FA4EE2ECDBBDE42BA~ATpl~Ecommon~Scontent.html">&#8222;Veitst&auml;nze auf dem Eitelkeitsmarkt&#8220;</a>, FAZ)</p>
<p>Da hat er recht, aber anders als gedacht&#160;&#8211; Teil der &#8222;Debattenkultur&#8220; in Deutschland ist es doch auch, dem &#8222;Ami&#8220; Schuld an allem M&ouml;glichen zu geben, insbesondere an der Krisenhaftigkeit des Kapitalismus schlechthin.<span id="more-208"></span></p>
<p><span style="font-family: Arial Black;">Andere Kommentatoren erkl&auml;ren</span> dagegen das Scheitern des Hochglanzmagazins beim Leser eher damit, dass es der deutschen Ausgabe gerade nicht gelungen sei, &#8222;amerikanische Verh&auml;ltnisse&#8220; hierzulande umzusetzen. Eine Auswahl:</p>
<blockquote><p>Das gr&ouml;&szlig;te Problem der deutschen &#8222;Vanity Fair&#8220; war aber, dass sie mit dem US-Vorbild nicht mehr gemein hatte als den Titel. In den USA schreiben die besten Magazinjournalisten des Landes f&uuml;r &#8222;Vanity Fair&#8220;. Das monatlich erscheinende Blatt widmet sich nicht nur den Reichen und den Sch&ouml;nen, sondern bringt auch immer wieder investigative Reportagen. Die deutsche &#8222;Vanity Fair&#8220; hingegen erschien w&ouml;chentlich. Die Elite der hiesigen Magazinjournalisten hielt lieber &#8222;Stern&#8220;, &#8222;Spiegel&#8220; und &#8222;Geo&#8220; die Treue. Folglich landete das Blatt nicht einen Scoop, es sei denn, man h&auml;lt es f&uuml;r eine Meisterleistung, ein Tierbaby aufs Cover zu nehmen, wie es &#8222;Vanity Fair&#8220; mit dem Eisb&auml;ren Knut tat.</p></blockquote>
<p>(Kai-Hinrich Renner, <a href="http://www.welt.de/wirtschaft/article3228920/Warum-Vanity-Fair-in-Deutschland-scheiterte.html">Welt Online</a>)</p>
<blockquote><p>Irgendwo zwischen &#8222;Spiegel&#8220; und &#8222;Gala&#8220; wollte man die &#8222;Vanity Fair&#8220;-Baustelle errichten und die Stars der ach so glamour&ouml;sen Berliner Republik zum Gro&szlig;thema machen: Wenn man Wolfgang Joop, Heidi Klum und den Wowereit ins rechte Licht r&uuml;ckt, sehen sie dann nicht aus wie Ralph Lauren, Tyra Banks und Obama?</p></blockquote>
<p>(Christian Kortmann, <a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/139/458787/text/">S&uuml;ddeutsche.de</a>)</p>
<blockquote><p>&#8222;Vanity Fair&#8220; blieb bis zuletzt auf der Suche nach einem Profil auf dem Hochglanz-Boulevard, man hatte mit dem beschr&auml;nkten Glamour-Faktor des deutschen VIP-Wesens zu k&auml;mpfen. &#8222;Vanity Fair&#8220; wollte viel h&ouml;her hinaus als &#8222;Bunte&#8220; oder &#8222;Gala&#8220;&#160;&#8211; doch so teure Reporter, Fotografen und Kolumnisten wie das US-Mutterblatt konnte man sich nicht leisten. Sparkurs und Personalabbau waren dem Blatt zuletzt stark anzusehen. Der Niedrigpreis von zwei Euro half nicht weiter.</p></blockquote>
<p>(Hans-Hermann Kotte, <a href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/kultur_und_medien/medien/1677821_Verblasster-Hochglanz.html">Frankfurter Rundschau</a>)</p>
<p>Das ist die Ausbeute eines ersten Rundgangs durch die Reaktionen. Morgen werden sicher mehr und ausf&uuml;hrlichere zu lesen sein. Die ganz gro&szlig;e H&auml;me erwarte ich nicht, daf&uuml;r zittern zu viele Leute in den Medien um ihren Job.</p>
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		<title>Der letzte Mensch in Dubai</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Feb 2009 12:41:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rp</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Dubai wackelt in der Finanzkrise. Das Steuerparadies wurde auf Pump gebaut, und die &#214;lpumpen geben kaum etwas her. Ein treffendes Zitat: Dubai is the world&#8217;s worst business idea, and there isn&#8217;t even any oil. Imagine proposing to build Vegas in a place ... <a href="http://rpzine.de/2009/02/letzter-mensch-in-dubai/" title="weiter im Text">&#187;&#187;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Dubai wackelt in der Finanzkrise.</strong> Das Steuerparadies wurde auf Pump gebaut, und die &Ouml;lpumpen geben kaum etwas her. Ein treffendes Zitat:</p>
<blockquote><p>Dubai is the world&rsquo;s worst business idea, and there isn&rsquo;t even any oil. Imagine proposing to build Vegas in a place where sex and drugs and rock and roll are an anathema. This is effectively the proposition that created Dubai&#160;&#8211; it was a stupid idea before the crash, and now it is dangerous (<a href="http://smashingtelly.com/2009/02/15/bye-bye-dubai/">&#8222;Goodbye Dubai&#8220;</a>).</p></blockquote>
<p>Die &#8222;New York Times&#8220; zitiert Berichte von postapokalyptischen Szenen nach der Flucht verschuldeter Ausl&auml;nder:</p>
<blockquote><p>With Dubai&rsquo;s economy in free fall, newspapers have reported that more than 3000 cars sit abandoned in the parking lot at the Dubai Airport, left by fleeing, debt-ridden foreigners (who could in fact be imprisoned if they failed to pay their bills). Some are said to have maxed-out credit cards inside and notes of apology taped to the windshield (<a href="http://www.nytimes.com/2009/02/12/world/middleeast/12dubai.html?_r=1">&#8222;Laid-Off Foreigners Flee as Dubai Spirals Down&#8220;</a>).</p></blockquote>
<p><strong>Hier eine neue Gesch&auml;ftsidee:</strong> Vielleicht k&ouml;nnen die verlassenen Viertel der Stadt irgendwann als preiswerte Kulisse f&uuml;r die n&auml;chste Verfilmung von <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/I_Am_Legend">Richard Mathesons &#8222;I Am Legend&#8220;</a> dienen. Der letzte Mensch dort nimmt sich ein Vorbild an Will Smith und geht auf Falkenjagd in leeren, sanddurchwehten Stra&szlig;en. <span id="more-206"></span></p>
<p>Und die an der Ausreise gehinderten Niedriglohnarbeiter aus Pakistan, Indien oder Sri Lanka, auf deren Ausbeutung die Bauwunder und Wolkenkratzer der W&uuml;stenstadt beruhen (<a href="http://www.hrw.org/en/reports/2006/11/11/building-towers-cheating-workers">&#8222;Building Towers, Cheating Workers&#8220;, Human-Rights-Watch-Bericht, 2006</a>), mimen dann die b&ouml;sen Horden, mit denen es der &Uuml;berlebende zu tun bekommt&#160;&#8211; nach der Katastrophe auf der k&uuml;nstlichen Insel Palm Jumeirah h&auml;ngen geliebene westliche Ex-Promis und Ruhest&auml;ndler, die zu Monstern mutiert sind.</p>
<p>Die italienischen Horrorfilmer haben, wenn mich nicht alles t&auml;uscht, &Auml;hnliches beim Casting von Statisten f&uuml;r ihre Ripp-offs amerikanischer Splatterfilme in den 70er&#8209; und 80er-Jahren gemacht.</p>
<p><a href="http://rpzine.de/2008/10/die-finanzkrise-bekommt-ein-gesicht/">Schadenfreude</a> &uuml;ber die Opfer der Krise ist normalerweise nicht mein Anliegen. Aber die <a href="http://www.lizaswelt.net/2009/02/unforced-error.html">Verweigerung eines Visums f&uuml;r die israelische Tennisspielerin Shahar Peer</a> wegen angeblicher &#8222;Sicherheitsbedenken&#8220; der Vereinigten Arabischen Emirate ist elend und lockert meine Tippfinger.</p>
<p><strong>Update, 24. Februar:</strong> <a href="http://www.ksta.de/html/artikel/1234873766064.shtml">Eine Strafe von 300.000 Euro</a> hat die Women&rsquo;s Tennis Association (WTA) den Veranstaltern des Tennistuniers wegen des Ausschlusses der Sportlerin aufgebrummt, schreibt der &#8222;K&ouml;lner Stadt-Anzeiger&#8220;.</p>
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		<title>Vorbild New Economy: Die Geschichte meines Erfolges</title>
		<link>http://rpzine.de/2009/01/vorbild-new-economy-meine-erfolgsgeschichte/</link>
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		<pubDate>Tue, 20 Jan 2009 14:18:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rp</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Texts for Robots]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Strand von Gomera: Anfangs&#8209; und Endpunkt meines rasanten Aufstiegs. Foto: JWPriebe (cc) Mit dem PageRank nach oben&#160;&#8211; eine Erfolgsgeschichte Ungeheuerliches hat sich zum Jahreswechsel ereignet: Ihre Majest&#228;t Google hat beim vergangenen Update den PageRank dieses Blogs von null auf eins erh&#246;ht. ... <a href="http://rpzine.de/2009/01/vorbild-new-economy-meine-erfolgsgeschichte/" title="weiter im Text">&#187;&#187;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img style="border-top-width: 0px; border-left-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-right-width: 0px" src="http://rpzine.de/wp-content/uploads/2009/01/gomera-strand.jpg" border="0" alt="La Gomera" width="300" height="400" /></p>
<p><span style="font-size: 85%;">Der Strand von Gomera: Anfangs&#8209; und Endpunkt meines<br />
rasanten Aufstiegs. Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/jwpriebe/353642028/">JWPriebe</a> (<a rel="nofollow" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/deed.de">cc</a>)</span></p>
<h4 style="margin-top: 25px">Mit dem PageRank nach oben&#160;&#8211; eine Erfolgsgeschichte</h4>
<p>Ungeheuerliches hat sich zum Jahreswechsel ereignet: Ihre Majest&auml;t Google hat beim vergangenen Update den PageRank dieses Blogs von null auf eins erh&ouml;ht. Ich hatte von Anfang an geahnt, dass Texts for Robots eines Tages mit Ruhm &uuml;berh&auml;uft werden wird, und die Vorfreude wurde nur leicht getr&uuml;bt durch die Aussicht auf die drohenden Begleiterscheinungen des Erfolges: falsche Freunde, zu viel Sex, Drogensucht, mein Gesicht auf den Seiten der Klatschpresse&#160;&#8211; und am Ende noch wie <a href="http://rebellmarkt.blogger.de/">Don Alphonso</a> ein <a href="http://faz-community.faz.net/blogs/stuetzen/default.aspx">Blog bei der &#8222;FAZ&#8220;</a>.</p>
<p>Der Sturz nach ganz oben wird auf ein Mal passieren. Die monatelange Lekt&uuml;re von Tipps zur Suchmaschinenoptimierung (SEO) wird sich unverhofft auszahlen&#160;&#8230; ein gl&uuml;cklicher Wurf bei der Auswahl der Keywords, ein Beitrag, der sich als viral erweist, alle Welt verlinkt mich, und schon schie&szlig;en die Einschaltquoten in unerh&ouml;rte H&ouml;hen. Wie im Rausch. Sch&auml;ndlich w&auml;re es, darauf kein Gesch&auml;ft zu gr&uuml;nden.<span id="more-174"></span></p>
<p>Am besten bereitet man sich auf den Aufstieg vor, damit man nicht sofort auf Abwege ger&auml;t.</p>
<h4 style="margin-top: 20px">Blut, Schwei&szlig; und Tr&auml;nen&#160;&#8211; die New Economy als Vorbild</h4>
<p>Mein Plan: Ich werde mich an den Erfolgsmodellen von Start-up-Unternehmen zu Zeiten der New Economy orientieren, und zwar wie folgt:</p>
<p><strong>Brainstorming.</strong> Vom geliehenen Geld meiner Eltern und von Freunden (Banken sind ja bei der Vergabe von Krediten seit dem Dotcom-Crash ein wenig spie&szlig;ig geworden) werde ich mir zun&auml;chst einen Urlaub leisten&#160;&#8211; zur Inspiration. Perfekt: mit dem Notebook am Strand von Gomera sitzen, dort mit einem alten Hippie &uuml;ber das Flie&szlig;en philosophieren, wobei der an kosmische Energien denkt, man selbst eher an Bares.</p>
<p><strong>Standortsuche.</strong> Zur&uuml;ck in Berlin, werde ich schnell ein Ladenlokal in Prenzlauer Berg oder Mitte anmieten, wom&ouml;glich einen ehemaligen Old-School-Fleischer, dem gerade aufgrund der Neubesiedlung des Viertels durch Biofleisch-Neob&uuml;rger der Saft ausgegangen ist. (Wie man wei&szlig;, gedeihen die Innovationen der neuen Zeit in den Ruinen der alten am besten. Die Reste getrockneten Blutes, die noch in den Fugen der Fliesen kleben, werde ich sp&auml;ter geschickt in meine &#8222;Blut, Schwei&szlig; und Tr&auml;nen&#8220;-Motivationsreden einbauen.)</p>
<p><strong>Personalsuche.</strong> Als Erstes muss ein Webdesigner her. Ausgehungerte Grafiker aus dem &#8222;Wir nennen es Arbeit&#8220;-Prekariat gibt es in Berlin an jeder Stra&szlig;enecke, ich werde in den Stra&szlig;encaf&eacute;s nach einem Ausschau halten, der stundenlang vor demselben Getr&auml;nk abh&auml;ngt&#160;&#8211; das ideale Opfer f&uuml;r Dumpingpreise. (Eine Schwierigkeit: bei der Honorar-Verhandlung mit dem &#8222;digitalen Bohemien&#8220; das Kichern zu vermeiden.)</p>
<p>Hurtig werde ich au&szlig;erdem ein paar Praktikanten anheuern. Auf der charmant retrom&auml;&szlig;ig gestalteten Anzeige, die ich nicht nur in Foren poste, sondern auch in allen geisteswissenschaftlichen Fakult&auml;ten der Stadt aush&auml;nge (denn dort sitzen die Hoffnungslosen, die am leichtesten zu k&ouml;dern sind), wird zu lesen sein:</p>
<blockquote><p>Praktikum! Deine Chance in der Internet Branche!!!</p></blockquote>
<p>(Tipp: Nur drei, h&ouml;chstens vier Ausrufezeichen in der Headline, so wirkt es seri&ouml;ser. Ein <a href="http://www.deppenleerzeichen.de/">Deppenleerzeichen</a> muss sein: So f&uuml;hlen sich die Studies &uuml;berlegen und tappen leichter in die Falle.)</p>
<blockquote><p>Dauer: 6 Monate, Voraussetzung: belastbar, kommunikativ, Organisationstalent, eigener Laptop, eigener Pkw nicht von Nachteil, Verg&uuml;tung ist Verhandlungssache.</p></blockquote>
<p>(Letzteres ist ein Witz f&uuml;r Insider, es gibt nat&uuml;rlich nichts.)</p>
<p><strong>Ausstattung.</strong> Was an Geld vom Urlaub &uuml;brig ist, werde ich in die Internetverbindung, Stellw&auml;nde, Arbeitsplatten und B&ouml;cke vom Baumarkt investieren sowie in&#160;&#8211; ganz wichtig!&#160;&#8211; bedruckte Team-T-Shirts mit Firmen-Logo und dem&uuml;tigenden Durchhalteparolen, die meine Mitarbeiter w&auml;hrend der Arbeitszeit (das hei&szlig;t mindestens zw&ouml;lf Stunden am Tag) zu tragen haben.</p>
<p>Sollen die Tastendr&uuml;cker ruhig von Open Source schw&auml;rmen, meine Philosophie hei&szlig;t Open End: Wenn man die Leute so weit gebracht hat, dass sie nicht mehr nach Hause wollen, weil dort eh niemand mehr auf sie wartet, hat man erreicht, wovon die Sozialisten tr&auml;umten: die Erschaffung des neuen Menschen.</p>
<p><strong>Start up!</strong> Und dann wird es richtig losgehen. Mit was? Na ja, mir wird schon was einfallen.</p>
<h4 style="margin-top: 20px">Fluchtpunkt Gomera</h4>
<p>Wenn mein Plan scheitert, nur Rechnungen in die Agentur kommen, aber keine Auftr&auml;ge, geht es mit der Notreserve ruck, zuck wieder nach Gomera&#160;&#8211; zur Inspiration. Der Hippie wartet schon. Meinen Webdesigner, der st&auml;ndig anruft und fragt, wo seine Honorare bleiben, muss ich leider abwimmeln: &#8222;Sorry, es geht gerade nicht, ich verstehe kein Wort&#160;&#8211; die Wellen sind zu laut!&#8220; Was soll ich ihm sonst erz&auml;hlen, diesem Spie&szlig;er?</p>
<p style="margin-top: 28px"><strong>Nachtrag:</strong> Nichts an diesem Gesch&auml;ftsmodell ist wirklich erfunden, ich habe nur die Berichte von Versuchskaninchen in der neuen Arbeitswelt (darunter Freunde und Bekannte), die mich seit Ende der 90er erreichten, ein wenig zusammengefasst.</p>
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