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Google-Blues: Wo bleibt der Long-Tail-Effekt?
Vergangenen Dezember fiel mir auf, dass der von Google erzeugte Traffic auf meinem Blog einen neuen Tiefststand erreicht hatte. Meine Vermutung damals: Das ist eine erste Auswirkung der personalisierten Suche, die Google ungefragt als Standard für jeden Nutzer eingeführt hat und ihm … »»
Ein kurzes Video über das Töten
Gewalt, die gut aussieht: das Musikvideo von Rhett Dashwood zum Song „Black Bones“ von Teenagers in Tokyo, eben gefunden bei Fette. Moment mal: Teenagers, Tokyo! Der Name der australischen Band klingt so derartig nach dem verzweifelten Versuch, ein global vermarktbares Produkt zu … »»
Berliner Kohle-Winter in den 90er-Jahren
Ich habe mehrere Jahre in Berlin mit Kohle geheizt. Im ersten Winter nach dem Umzug saß ich noch gebannt vor der geöffneten Ofenklappe, warf in die Glut, was nur irgendwie brennbar war. Doch die Faszination war bald verdampft. Briketts aus dem Keller … »»
Abu Dhabi und 1001 schlechte Reise-Texte
„Wie ein Märchen aus 1001 Nacht“: Diese abgestandene Floskel liest man in mehr als tausendundeinem Artikel von Reisejournalisten, die aus der arabischen Welt berichten (wer’s nicht glaubt, muss nur mal googlen). Und das auch, wenn die Tour in eine der Hightech-Metropolen der … »»
Die Retro-Manie: Popkultur-Recycling in Kunst und Netzwerken
Das Internet vergisst nichts, sagt man. Diese Warnung vor zu freizügiger Selbstdarstellung könnte man auch anders verstehen: Online wird alles, was die Archive der Alltags‑ und der Popkultur hergeben, recycelt. Restlos. In der Print-Presse sieht es nicht viel anders aus: Einfallsloser Rückblick-Journalismus … »»
Voll subversiv: Lesen gefährdet die Dummheit
Kunde A ist eine geduckte Gestalt. Er geht in einem Sexshop einkaufen, das ist gesellschaftlich nicht anerkannt. Der Ladeninhaber bietet Herrn A ein wenig Unterstützung an: Die gekaufte Ware packt er in eine dunkle Plastiktüte, die nicht verrät, was in ihr steckt. … »»
1992, nein, 2012 kommt der Weltuntergang
Auf die Kalender amerikanischer Ureinwohner bin ich nicht so gut zu sprechen. Ende der 70er-Jahre wurde ich als junger Mensch darauf vorbereitet, dass die Welt 1992 untergeht: Die Endzeit war angebrochen, ich hatte noch etwas mehr als ein Jahrzehnt zu leben – … »»
Video-Werbung für Douglas Coupland
Nach „Generation X“ habe ich kein Buch von Douglas Coupland mehr angefasst. Und das ist nicht mal seine Schuld, sondern liegt an der Karriere des Ausdrucks „Generation irgendwas“. Der dient seitdem dem „Spiegel“ und anderen Nachrichtenmagazinen regelmäßig dazu, ein paar Trends zu … »»
Ärzte ohne Grenzen. Irgendwo und irgendwann in Afrika
Wir sehen: ein mit Einschusslöchern übersätes, ärmliches Gebäude in einer Wüstengegend, dahinter steigt eine Rauchsäule in den Himmel. Eine einfache Zeichnung an der Wand (Werk eines Kindes?) zeigt ein Flugzeug über brennenden Häusern. Wir hören: zunächst die Stimme einer Frau aus dem … »»
Social-Media-Marketing für Thomas Pynchon
Okay, das ist Werbung, potenziell virales Marketing, wie die Social-Media-Berater dem Verlag Penguin wahrscheinlich versprochen haben, damit der einen Trailer zu Thomas Pynchons neuem Roman „Inherent Vice“ in Umlauf bringt. Ein YouTube-Trailer zu einem Buch? Wer wird da schon komische Fragen stellen … »»
