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Vorsicht, Fake! Einen Screenshot zu fälschen ist sehr einfach

24. Juni 2018

Tweet-Text: "I never trust any screenshot. Neither should you, sweethearts. Way too easy to fake."
Ausnahmsweise aufklärerisch: Screenshot eines gefälschten Trump-Tweets.

Hier muss ich Daisy Trump zustimmen. Es ist sehr einfach, den Screenshot einer beliebigen Website zu fälschen. Oder einen Tweet des US-Twitter-Präsidenten (das Original). Für den Fake braucht es nicht mal Photoshop. Dazu reicht die HTML-Bearbeitung mittels der Entwickler-Tools, die in alle neueren Browser integriert sind. Ich nutze den Seiteninspektor von Firefox.

Und das geht so: den zu ändernden Text rechts anklicken, im Kontextmenü anschließend die Option „Element untersuchen“ auswählen, wodurch sich der Inspektor öffnet. Dort die markierte Stelle ein weiteres Mal rechts anklicken, „HTML bearbeiten“ wählen und etwas Hübsches für Daisy tippen. Ein Linksklick außerhalb des Eingabefeldes macht den neuen Text auf der Website sichtbar. Dann der Screenshot (Mac/PC). Fertig.

Je nach Dateityp entfernen schlaue Fälscher noch potenziell verräterische Metadaten aus dem Bildschirmfoto. Ich verwende für diesen Zweck (wegen des Datenschutzes) die App ImageOptim auf dem Mac, mit der ich auch Bilder für das Blog optimiere.

Meine Arbeitszeit insgesamt: 2,5 Minuten.

Screenshots nur aus glaubwürdiger Quelle

Ich möchte niemanden zum Aufbau einer Fälscherwerkstatt anstiften. Das Wissen um solch simple Manipulationen gehört für mich zur Medienkompetenz. Die Leute, die das Netz mit Desinformation fluten, brauchen ohnehin keine Nachhilfe.

Vorsicht ist zum Beispiel auf Twitter ratsam: Meinungsstarke Promis feuern gerne Tweets ins Netzwerk, die sie gleich wieder löschen. Augenblicke später sind Screenshots davon als Belege unterwegs. Prüfen Sie selbst, ob deren Quelle glaubwürdig ist!

Alternative Realität: Was ein falscher Tweet vom echten Donald anrichten kann, lesen Sie in einem „Guardian“-Artikel (2017) über ein kalifornisches Pärchen, das in die Chemtrail-Verschwörungsszene abgedriftet ist. Die bedrückende Geschichte war Anlass für meinen Text.

Update: 19. Februar 2020 Kategorie: Tools Stichworte: Desinformation, Firefox

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Hier finden Sie Lesetipps zu Medien- und Netzthemen. Das Blog hat lange geschlummert. 2018 ist es neu an den Start gegangen.

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