Web-2.0-Offensive der Hayward Gallery im Londoner Southbank Center. Mit voller Breitseite: Facebook, Twitter, Flickr, Blog und ein YouTube-Kanal, auf dem Videos als „Trailer“ zur laufenden Ausstellung „Andy Warhol. Other Voices, Other Rooms“ zu sehen sind. Im Flickr-Account herrscht allerdings noch Leere – man kann hoffen, dass nicht allein „Dabeisein ist alles“ als Losung hinter diesen Web-Aktivitäten steht, sondern am Ende etwas Substanzielles dabei herauskommt.
YouTube-Videos als Teaser scheinen ein Trend zu sein, jetzt, da zeitgenössische Kunst zur Populärkultur geworden ist. Im Vorfeld zur Damien-Hirst-Auktion „Beautiful Inside My Head Forever“, Mitte September bei Sotheby’s, gab es auch 30-Sekunden-Spots in einem Videokanal zu bewundern, schnell geschnitten und mit Interview-Schnipsel des Künstlers unterlegt.
Ohne Interaktivität läuft nichts im Web 2.0, das hat auch die Hayward Gallery erkannt. Deswegen gibt es begleitend zur Schau einen Wettbewerb: Andy Warhol zum Selbermachen. Aus 15 Minuten Ruhm sind allerdings „15 Seconds of Fame“ für Amateure geworden, die sich via YouTube als Videokünstler verwirklichen wollen – Aufmerksamkeit ist bekanntlich eine knappe Ressource im Internet.
Von den Beiträgen, die ich dort gesehen habe, ist aber leider keiner nur eine Sekunde der Betrachtung wert.
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