2 Kommentare zu „Der letzte Mensch in der U-Bahn“

  1. Schaffner

    An einem anderen Beispiel als das des Twitter-Befehls „Bitte einsteigen!“ zeigt sich doch recht schnell, dass es sich nur um ein hohle Floskel handelt: „Zurückbleiben, bitte!“. Tagtäglich bleibt schließlich jemand in der Tür hängen.
    Die Floskel-Argumentation lässt sich auch belegen, wenn ein Zug ausgetauscht wird. Obwohl aus den Lautsprechern ein krampfhaftes „Bitte nicht einsteigen – der Zug endet hier!“ schrillt, versuchen doch immer wieder Leute trotzdem einzusteigen. Ohne Einsteig-Befehl, ohne Herdentrieb. Der Schlüsselreiz scheint mir die beleuchtete U-Bahn mit einer offenen Tür zu sein. Das Auge ist in der Wahrnehmung dann doch entscheidender.
    Vielleicht sind die zuvor erwähnten Eingeklemmten auch die Einzigen, die in der U-Bahn noch ihre Hirnzellen aktiviert haben, indem sie sich bewusst dem Befehl „Zurückbleiben, bitte“ verweigern.

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