15 Kommentare zu „Das CIA-Gerücht im Infokrieg – Julian Assanges falsche Freunde“

  1. Ulrike Langer

    „Recherche ist keine Geheimwissenschaft“ – wohl wahr. Aber diesen Tipp für andere bitte auch selbst beherzigen. Einen ersten Anhaltspunkt, dass Michael C. Moynihan womöglich keine neutrale Quelle ist, die man ohne weitere Einordnung verlinken sollte, liefert schon der Wikipedia-Eintrag über ihn: http://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Moynihan

  2. Bleedranner

    Stimmt, wir sind im Infokrieg. Die US Regierung arbeitet mit schmutzigen Tricks, das wissen wir spätestens seit George W. Bush. Warum soll man sich nicht mit ebensolchen Tricks wehren? Die Warheit stirbt im Krieg bekanntlich zuerst .
    Trotzdem ist natürlich jede seriöse Recherche, die versucht Tatsachen auf den Grund zu gehen, herzlich willkommen. Nur dass das bei regierungsgestützten Infokriegern erheblich schwerer sein wird. Insofern ist die Frage nach den vielen Ecken, um welche Informationen zustande kommen, relativ. Es ist davon auszugehen, dass z.B. die CIA mehr Ecken und Sackgassen in ihre Aktionen einbaut als jeder andere.

  3. André

    „Um wie viele Ecken soll’s denn bitte sein?“

    Wieviele Ecken sind denn normal in dem Geschäft?

  4. Heinz Rümann

    Das ist doch Erbsenzählerei. In Anbetracht der Umstände ist die Verhaftung Assanges und das Verhalten der schwedischen Justiz höchst zweifelhaft.

  5. mikey

    „super-hacker“? wie ist das gemeint?

  6. Cangrande

    Ich habe die Vorgänge (oder genauer: das, was öffentlich darüber bekannt ist) analysiert (http://beltwild.blogspot.com/2010/12/vergewaltigung-cia-verschworung.html) und folgendes Fazit gezogen:

    1) Es ist sehr unwahrscheinlich, dass Anna Ardin und/oder Sofia Wilen wissentlich für US-Behörden agieren.

    2) Es ist nicht ausgeschlossen (aber keineswegs offenkundig), dass sie ohne ihr Wissen in diplomatische oder geheimdienstliche Schachzüge der US-Behörden eingeplant wurden und eingespannt sind. Wenn überhaupt eine US-Organisation (Geheimdienst oder Diplomaten) auf eine oder beide Frau(en) Einfluss nimmt, dann ist eher an einen indirekten Ablauf zu denken: über besorgte Freunde und Bekannte nämlich (“Du tust mir ja so leid, was dieser Schuft dir angetan hat“, „Das darfst du dir von dem nicht gefallen lassen“, „Ich leihe dir Geld für den Anwalt“, „Du darfst jetzt nicht klein beigeben“ usw. könnten die Einflüsterungen lauten, die ihrerseits wieder von Einflüsterungen oder knisternden Scheinen inspiriert worden sein könnten. Geheimdienstliche oder diplomatische Eingriffe sind aber auch an ganz anderer Stelle vorstellbar, etwa in das Ermittlungsverfahren auf die ermittelnde Staatsanwältin.)

    3) Es ist sicher, dass der private Rachefeldzug der beiden Damen den gegen die Arbeit von Wikileaks gerichteten Aktionen der US-Regierung nützt. Auch dieser Umstand rechtfertigt zwar nicht jenen Hass, der ihnen im Internet teilweise entgegenschlägt. Aber Kritik an ihrem widersprüchlichen Verhalten (insbesondere bei Anna Ardin; bei Sofia Wilen mehr an ihrer Naivität und Hysterie) scheint mir auf jeden Fall berechtigt und wird ja sogar auch von zahlreichen feministischen Persönlichkeiten und Institutionen geübt.

  7. Zweisatz

    Der Name steht zwar schon überall im Netz, aber trotzdem fände ich es, wie in jedem Gerichtsfall, besser, den Namen der Beteiligten (in diesem Falle der Frau, die Anzeige gegen Assange erstattet hat), nicht zu nennen. Es wäre ein Zeichen, dass einem ihre physische und psychische Unversehrtheit am Herzen liegt, die Olberman und Moore schon so leichtfertig aufs Spiel gesetzt haben.

  8. Zweisatz

    Ich finde deine Überlegungen dazu gut und richtig, vor allem auch logisch ;) Trotzdem würde ich in so einem heiklen Zusammenhang einfach darauf hoffen, dass die anderen Stichworte zum Thema schon reichen.
    Ich bin übrigens über den Bildblog hierher gekommen, das verschafft dir bereits eine gewisse Reichweite.