Berlin
Berliner Kohle-Winter in den 90er-Jahren
Ich habe mehrere Jahre in Berlin mit Kohle geheizt. Im ersten Winter nach dem Umzug saß ich noch gebannt vor der geöffneten Ofenklappe, warf in die Glut, was nur irgendwie brennbar war. Doch die Faszination war bald verdampft. Briketts aus dem Keller … »»
Etwas Besseres als der Dezember
Robert Henri: „Snow in New York“ (Wikimedia) In Berlin fahren zwar eher selten Pferdewagen durch die Gegend, und Schnee liegt noch nicht, aber das vor über 100 Jahren gemalte Bild „Snow in New York“ des amerikanischen Künstlers Robert Henri bringt die Tristesse, … »»
Der Zombie-Flashmob. Und ein Flashback der 80er
Diese Zombies fressen nicht Hirn, sondern Protest. Foto: 1v0 (cc). Ich war in den 80er-Jahren Teenager, die Apokalypse-Fantasien der deutschen Friedensbewegung in der letzten Phase des Kalten Krieges fanden in mir als linken Jugendlichen einen dankbaren Abnehmer. Den Rest an Untergangsvisionen lieferten … »»
Sieben Mal Prenzlauer Berg: Der Untergrund lebt
Widerstand. Zwischen den Treppenaufgängen zum U-Bahnhof Eberswalder Straße proklamiert ein hochgewachsener Punk mit erregter Stimme: „Katzen sind Anarchisten, die kann man nicht erziehen.“ Dabei zerrt er seinen Hund an der Leine immer wieder zu sich. Seine einzige Zuhörerin, eine gebrechlich wirkende, alte … »»
Die Frau in Rot und der Mann mit der Kamera
Eine Frau, Mitte 30, ganz in Rot gekleidet, saß auf einem Barhocker an einem einzelnen Tisch. Sie wandte den Menschen, die das Café in Prenzlauer Berg betraten und zur Theke gingen, den Rücken zu – doch nur halb, sodass die anderen Gäste einen … »»
Klaus Lemke „Rocker“ bei General Public, Berlin
Ein Veranstaltungshinweis: Der Berliner Kunst-Projektraum General Public zeigt morgen „Rocker“ (1971), einen Fernsehfilm, den Klaus Lemke 1971 für das ZDF produziert hat. Die Darsteller sind Laien und treten unter ihrem echten Namen auf. Lemke hat sie dort gecastet, wo auch die Handlung … »»
Harald Hauswald und die Fotokritiker von der Stasi
„Je trostloser, desto begehrter“, urteilte ein Stasi-Beamter über die Bildauswahl des Fotografen Harald Hauswald für das Buch „Ostberlin“. „Da wurde zusammengetragen, was an Düsterem, Beklemmendem und ärmlichen Milieu, an Primitivem nur auffindbar oder verwertbar war.“ Tatsächlich: Kahle Fassaden, Polizeikontrollen, niedergeschlagen wirkende Fahrgäste … »»
Lieber Wirtschaftskrise als Depression Chic
Vor zwei Monaten musste sie raus, meine Klage über die 20er-Jahre-Resterampe in Berlin. Nun deutet sich eine Eskalation an: Die Beilage „Kultur Spiegel“ des Hamburger Nachrichtenmagazins macht in der aktuellen Titelgeschichte „Tanz den Untergang“ aus der Retro-Qual, die die Hauptstadt schon seit … »»
Magazin-Test: Blank in fünf Minuten
„Gesellschaft, Diskurs, Disko“: Ein neues Print-Magazin im Schnelldurchlauf Frisch eingetroffene Magazine landen in der Redaktion meines Hauptauftraggebers auf der Theke der freundlichen Mrs. Head of Welcome. Als gestresster Freelancer komme ich natürlich kaum dazu, dem ganzen Input an nüchternen bis hochglänzenden Print-Produkten … »»
Berlin-Mitte-Girl, rette die Frontstadt vor der Fußgängerzone!
Kitschabweisende Ostberliner Hausfassade. Foto: Vincenzo Caico (cc) München versus Berlin – das ist ein innerdeutscher Kulturkampf, der insbesondere auf den Seiten der „Süddeutschen Zeitung“ mit verbissener Härte geführt wird. Eine (nicht ganz ernst gemeinte) Auflistung der Berlin-Vorurteile aus einem „SZ“-Artikel vom vergangenen … »»
