„Foreclosure: Death of the American Dream“
„The landscape of the Inland Empire is a wasteland of empty homes and ghosts of the American Dream“, schreibt Lauren Greenfield im Text zu ihrem Video „Foreclosure: Death of the American Dream“. Die Beschreibung könnte auf den Film von David Lynch zutreffen, aber er hat den Namen seines Psychodramas von 2006 einer Region im Süden Kaliforniens entliehen, die tatsächlich so genannt wird (gedreht hat er nicht dort, sondern hauptsächlich in Polen, das sich zum Niedriglohnland für Kinoproduktionen entwickelt hat).
Im Unterschied zum Werk des Regisseurs, der Krisenstimmungen gern mystifiziert darstellt, zeigt sich im realen Inland Empire der wirtschaftliche Abschwung eher „banal“: Arbeitslosigkeit, Verschuldung, Zwangsvollstreckung.
Wo ist mein Kontext? Ohne Orientierung in Tokio
In Tokio gibt es keine Straßennamen, und Häuser sind in der Reihenfolge nummeriert, in der sie errichtet wurden. Wer in einer europäischen Stadt aufgewachsen ist, verliert in einem solchen, für ihn fremden System die Orientierung. Umgekehrt geht es Japanern im Westen genauso. In diesem kurzen Auszug aus seinem TED-Talk kommt der Unternehmer und Musiker Derek Sivers auf die Unterschiede im Stadtplan zu sprechen, um auf die Schwierigkeit hinzuweisen, Annahmen, die man für selbstverständlich hält, von dem eigenen gesellschaftlichen Kontext in einen anderen zu versetzen.
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Achtung, dieses Blog ist …

Texts for Robots ab 18 Jahren? Noch nicht, das ist nur ein Test, wie ein Warnhinweis für dieses Blog im Sinne eines streng ausgelegten Jugendschutzes im Internet aussehen könnte. Wenn schon, denn schon: Sollte nach einer Änderung des Jugendmedienschutz-Staatsvertrages (JMStV) eine Alterskennzeichnung für Web-Inhalte Pflicht werden, möchte ich die nicht so verstohlen anbringen wie manche Gaststätten den Auszug aus dem Jugendschutzgesetz.
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„Sky“: Dubai im Zeitraffer
Vor ein paar Wochen hatte ich auf Texts for Robots ein ernstes Wörtchen mit dem schlechten Reise-Journalismus aus der arabischen Welt zu reden. Leider war das begleitende Abu-Dhabi-Video bald schon nicht mehr einzubinden. Dafür gibt’s nun Ersatz: „Sky“ von Philip Bloom, in Dubai im Zeitraffer gedreht. Der Vimeo-Filmer lässt keinen Zweifel daran, dass er ein Fan der Hightech-Metropole in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) ist. So äußert er sich auch im Making-of-Bericht in seinem Blog.
Aber an meiner Vorstellung, die auf der Ausbeutung von weitgehend rechtlosen Niedriglöhnern errichtete Wolkenkratzer-Stadt könnte als Schauplatz einer neuen Verfilmung von „I Am Legend“ dienen, halte ich weiterhin fest. Und gegen „The dark side of Dubai“ hilft auch kein künstliches Licht.
Via Kraftfuttermischwerk.
Kino-Schrecken: Die Qual der Platzwahl

Foto: Jelle Druyts (cc)
Vorfreude und Befürchtungen hielten sich die Waage, wenn ich in meiner Heimatstadt, 100.000 Einwohner groß mit Eingemeindungen, ins Kino ging. Oft war der Ton zu leise, doch schlimmer noch: Nicht selten saßen Leute mit intensiven Körperausdünstungen um einen herum. Dann fraß sich der Geruch von Ammoniak durch die verbrauchte Luft zu den Nasenschleimhäuten. Ammoniak ist ein Abbauprodukt von Urin.
Ein weiterer Kino-Schrecken war in der bayerischen Provinz kaum anzutreffen: der Hühne, der sich vor einen setzt. Anders in Berlin. Dort rennen genügend lange Kerls herum, die mir mit meinen 1,74 Meter (so steht’s zumindest im Ausweis) die Sicht versperren. Ich bin deshalb gewarnt: Es ist ratsam, einen Platz zu wählen, vor dem schon ein Mensch von durchschnittlicher Körpergröße sitzt – um nicht hinterher, wenn der Film bereits läuft, durch einen riesenhaften Spätankömmling überrascht zu werden.
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Deutsches Handwerk – ein Katastrophenfilm
Eine „Imagekampagne des deutschen Handwerks“? Dazu will ich meinen Beitrag leisten, indem ich den von der Werbeagentur Scholz & Friends geschaffenen Katastrophenfilm hier hurtig einbinde. Der Werbespot, in dem Berlin sich in seine Einzelteile auflöst, kommt mit einem Tipp für den Ernstfall: Nach dem Untergang der Zivilisation ist es nützlich, jemand, der im vorherigen Leben einen Blaumann trug, an seiner Seite zu haben. Der sollte doch wissen, wie man Feuer macht. Darum heißt es auch bei der Handwerkskammer zum Konzept der Marketing-Kampagne: „Das Handwerk ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor – modern, innovativ und facettenreich.“
Gefunden bei postapocalypse.
Weltuntergangsstimmung in der Geisterstadt
Eine Erinnerung aus der Zeit des Reaktor-Unglücks von Tschernobyl ist mir geblieben: Nach dem Bekanntwerden des Super-GAUs in der Sowjetunion kam mein Physiklehrer mit einem Geigerzähler in die Klasse. Vor uns Schülern maß er die erhöhte Radioaktivität des Regenwassers, das er auf dem Dach unseres Gymnasiums in Bayern gesammelt hatte. Mir wurde damals auf einen Schlag bewusst, dass ich zuvor auf der Straße durch diesen Regen gelaufen war, ungeschützt.
Mit dem Knattern eines Geigerzählers beginnt auch „Lost Souls“ von Polymorf. Die niederländische Gruppe hat die Sperrzone rund um das Atomkraftwerk in der heutigen Ukraine besucht, mehr als 20 Jahre danach. Im Video sieht man minutenlang eine Folge ruhiger Einstellungen von verlassenen Gebäuden in Prypjat, der Nachbarstadt von Tschernobyl, deren fast 50.000 Bewohner nach der Katastrophe von 1986 evakuiert wurden.
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Ästhetisierung der Umweltverschmutzung
Das Eye-Candy zeigt die Produktion von saurem Regen. Jeff Grewe hat für das Vimeo-Video Zeitraffer-Aufnahmen eines Kohlekraftwerks in Iowa kompiliert. Da kommt ordentlich Rauch aus den Schloten. Die nachts aufgenommenen Bilder der industriellen Anlage erzeugen eine apokalyptische Atmosphäre, verstärkt noch durch die Musik aus dem Soundtrack des Horrorfilms „Shining“. Auf alle Fälle schön anzusehen. Trotzdem schreibt Grewe, diese Ästhetisierung der Umweltverschmutzung sei kein politisches Statement. Wenn er meint …
Mehr Texts for Robots zum Schlagwort Apokalypse.
Funk-Zeitung als Antwort auf die Medienkrise?

Foto: Nationaal Archief (Flickr-Commons)
Eine Medienkrise gab es in den eh schon krisenhaften 30er-Jahren gewiss: Das war in Deutschland der Missbrauch der Medien von Radio bis Film für die Propaganda der Nazis. Aber wurde der Print-Journalismus weltweit durch das Aufkommen des Hörfunks ähnlich erschüttert wie heute durch das Internet? Und wenn es so war, wie hat die Branche darauf reagiert?
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Ein Leben ohne Google
Ein Leben ohne Google? Das ist vielleicht nur noch als Gated Community in einem streng bewachten Lager möglich. Die Satire von The Onion spielt auf das schlechte Image an, das der Suchmaschinen-Konzern bei Datenschützern mittlerweile hat. Wenn man manchen Google-Kritikern in ihrer Argumentation folgt, hat man letztlich das Bild eines totalitären Regimes vor Augen. So fordert etwa die Journalistin Susanne Gaschke in einem Artikel auf Zeit Online, die demokratische Gesellschaft solle sich gegen den „Google-Wahn“ wehren.
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